Um Kosten zu sparen, will Thonet sein Werk umstrukturieren und Mitarbeiter entlassen.

Thonet

Will bis zu 50 Mitarbeiter entlassen

Keine schöne Bescherung zum Fest: Thonet plant fast ein Drittel seiner Belegschaft zu entlassen. Wie die "Waldeckische Landeszeitung/Frankenberger Zeitung" ("WLZ/FZ") berichtet, erklärte Geschäftsführer Roland Ohnacker auf einer Betriebsversammlung, dass etwa 50 Mitarbeiter im März und Juli kommenden Jahres ihren Job verlieren werden. Aktuell sind bei dem Traditionshersteller 160 Menschen tätig.

Als Grund für den Personalabbau und die Umstrukturierung nannte der Geschäftsführer gegenüber der "HNA" enorme Umsatzrückgänge durch die Finanzkrise in den vergangenen zwei Jahren. "Gegenüber 2008 haben wir in diesem Zeitraum einen Umsatzrückgang von 15 Prozent zu verzeichnen", sagte er. 2009 betrug das Minus demnach elf und in diesem Jahr nochmals vier Prozent.

Weitere Einsparungen sollen laut "WLZ/FZ" durch eine Umstrukturierung des gesamten Werks erzielt werden. So ist geplant, das Stammwerk bis zum Sommer zu räumen. Die dort angesiedelte Holzfertigung werde in diesem Zug ins Werk II auf der anderen Seite der Bahnschienen verlegt. Für die Holzbiegerei, die ebenfalls im Stammwerk untergebracht ist, gibt dem Bericht zufolge es noch keine Lösung. [page_break]

Im Werk II steht ebenfalls eine Verschlankung auf dem Programm. Sprich: Diverse Arbeitsschritte sollen aufgegeben und an Zulieferer abgegeben werden. Welche, wollte die Geschäftsführung mit Blick auf die laufenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat sowie mit potenziellen Partnern allerdings noch nicht preisgeben. Nur so viel: Im Unternehmen verbleiben sollen in jedem Fall die Kernkompetenzen Metallbiegen, Tischfertigung, Endmontage und Polsterei. Die Entlassungen seien nicht an Abteilungen gebunden, betonte Ohnacker gegenüber der Zeitung. Es werde auch nach Sozialverträglichkeit entschieden. Gleichzeitig schloss er eine Verlagerung der Produktion ins Ausland aus.

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