Die Geschäftsführer der Neuen Alno Jochen Braun und Michael Spadinger (v.l.). bleiben bei der Insolvenz in Eigenregie an Bord.

Neue Alno GmbH

Weitere Details zur Insolvenz bekannt

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass die Neue Alno GmbH beim Amtsgericht Hechingen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt hat (moebelkultur.de berichtete), werden jetzt nähere Details zur finanziellen Schieflage des Herstellers bekannt. So erklärte Geschäftsführer Michael Spadinger gegenüber der "WirtschaftsWoche": „Die Entscheidung Insolvenzantrag zu stellen ist in einer Finanzierungslücke begründet, die sich maßgeblich durch den verzögerten Zahlungseingang aus einem Grundstücksgeschäft erklärt.“ Für eine weitere Verschärfung der Situation seien zudem die Corona-Pandemie und damit verbundene Belastungen wie Vorfinanzierungen sowie verspätete Zahlungseingänge von Kund:innen verantwortlich. 

Zum vorläufigen Sachwalter wurde unterdessen Holger Leichtle, Partner der Wirtschaftskanzlei Görg bestellt.

Die betroffenen rund 230 Mitarbeiter erhalten bis August 2021 ihre Löhne und Gehälter. Die Auszahlungen sind über das Insolvenzgeld gesichert. Wie es danach weitergeht, bleibt offen. Spadinger gab sich gegenüber dem Blatt jedoch optimistisch. Man wolle in dieser Woche dieGespräche mit strategischen Investoren fortsetzen. Und: „Gespräche mit Kunden und Lieferanten laufen bislang sehr vielversprechend.“
 

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