Wohnmöbelwerke Schieder

Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag

Nachdem Mitte April bekannt wurde, dass 129 Mitarbeiter der insolventen Wohnmöbelwerke Schieder ihren Job verlieren, müssen sich die 188 verbliebenen Angestellten nun auf weitere Einschnitte gefasst machen. Dabei geht es laut der "Neuen Westfälischen" um Lohnkürzungen, den Verzicht auf Sonderzahlungen und Urlaubstage, flexiblere Arbeitszeiten und eine verlängerte Wochenarbeitszeit. Geschäftsführer Steffen Urbschat und Insolvenzverwalter Dr. Hendrik Heerma verhandeln seit gestern mit Reinhard Seiler von der IG Metall über einen entsprechenden Sanierungstarifvertrag. "Die Belegschaft hat den Betriebsrat ohne Gegenstimme aufgefordert, mit der IG Metall über den Abschluss eines Sanierungsvertrages zu sprechen", so Heerma gegenüber der Zeitung.

Nach Angaben der "Neuen Westfälischen" hatten Urbschat und Heerma eigentlich die Überführung aller 370 ehemaligen Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft gewünscht. Dies sei jedoch gescheitert, weil mehr als ein Viertel der Belegschaft nicht unterschrieb. "Danach sprangen bereits die ersten potenziellen Investoren ab", zitiert das Blatt den Geschäftsführer.

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