Die Praktiker Konzern-Zentrale in Kirkel.

Praktiker

Umsatz-Minus im ersten Halbjahr

"Das zweite Quartal ist für den Praktiker Konzern enttäuschend verlaufen", mit diesen Worten kommentierte der scheidende Vorstandsvorsitzende der Praktiker AG, Wolfgang Werner, den Halbjahresfinanzbericht des Konzerns. "Das Auslandsgeschäft kommt nicht richtig in Gang, und die Neupositionierung von Praktiker Deutschland hat ihre Wirkung auf Umsatz und Ertrag bislang nicht so entfaltet wie erwartet."

In Zahlen gesprochen heißt das: Der Konzernumsatz von Praktiker blieb von April bis Juni 2011 mit 956,6 Mio. Euro um 7,9 Prozent hinter dem des Vorjahreszeitraums (1.038,9 Mio. Euro) zurück. Für die ersten sechs Monate dieses Jahres ergibt sich damit ein Umsatz von 1.623 Mio. Euro. Das sind 9,2 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2010. In Deutschland, wo die Marke Praktiker seit Beginn des zweiten Quartals neu positioniert wird, sank der Umsatz um 9,5 Prozent auf 1.187,3 Mio. Euro. Im Ausland gingen die Umsätze im gleichen Zeitraum um 8,2 Prozent auf 435,8 Mio. Euro zurück. Einzig in Polen und der Ukraine konnte ein Plus erzielt werden.

Als Grund für die negative Geschäftsentwicklung führt das Unternehmen zum einen die neue Vermarktungsstrategie von Praktiker Deutschland an, die ihre erwartete positive Wirkung noch nicht habe entfalten können. Zum anderen verlaufe das Auslandsgeschäft in wichtigen Teilmärkten noch immer schleppend.

Das operative Ergebnis betrage im zweiten Quartal Minus 72 Mio. Euro, wobei die Zahl durch beträchtliche Sonderaufwendungen, Wertberichtigungen und Rückstellungszuführungen verzerrt worden sei, hieß es weiter. Für das erste Halbjahr kommt der Praktiker Konzern damit auf einen operativen Verlust von 143,5 Mio. Euro. Nur Max Bahr habe im zweiten Quartal ein positives EBITA von 9,7 Mio. Euro erreicht.

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