v.l.: CEO Jens Peter Poulsen mit den Hamburger Franchisenehmern Mai und Ralph Nissen

Kvik

Preiswert, schnell, nachhaltig - dänische Küchenpremiere

Zwar verkauft das Kvik-Studio in Hamburgs City schon seit Juli Küchen und Bäder, doch gestern wurde noch einmal das offizielle Grand Opening unter Beisein des dänischen Managements und der Presse gefeiert. Immerhin geht es um die Deutschland-Premiere des bereits in zwölf Ländern erfolgreichen Franchisesystems (s. Meldung vom 8.6.).

„Es ist das erste, aber bestimmt nicht das letzte“, deutete CEO Jens Peter Poulsen weitere Studiopläne an. Zumal der erste Monat seit dem Start überaus positiv gelaufen ist. „Es fühlt sich an, als ob hier etwas gefehlt hat“, brachte Franchisenehmer Ralph Nissen seine Freude im „möbel kultur“-Gespräch zum Ausdruck, dass schon über 100 Aufträge bearbeitet werden müssen. Ankündigungen gab es nur über Social Media und dann sprach es sich eben so rum, dass es Am Großen Burstah etwas Neues gibt. Auch durch Hamburger, die in den umliegenden Büros oder Geschäften arbeiten. Offenbar sammelte das Konzept mit der Kernbotschaft „Dänisches Design zu überraschend niedrigen Preisen“ spontan Sympathiepunkte. Nahbar wie Dänen oft sind, gleich mit „Du“ in der POS-Kommunikation und viel Freundlichkeit im persönlichen Dialog. Und Scandic Design, mit berühmten Vor-Denkern wie Arne Jacobsen in der Tradition, ist schließlich gerade ein Trend.

Nicht nur der Look des 280 qm großen Studios erinnert an Ikea, doch in den Wettbewerb mit dem Weltmeister wagt sich das Franchisesystem aus dem dänischen Norden (100 km westlich von Aarhus) mit über 170 Outlets nicht. Auch wenn die Preisaussagen, die Transparenz durch pure Preisaddition der Einzelschränke (ohne Rabatte) und die Option von DIY bis Full-Service-Montage ein ähnliches Denken zeigen. Dass der optische Luxus so günstig ist, liegt an einem äußerst straffen Sortiment von 24 Fronten, auf die zehn Jahre Garantie gegeben wird. Neben Echtholz wird auf PET-Folie gesetzt, wozu als Besonderheit eine Front mit Beschichtung aus recycelten PET-Flaschen gehört – made in Italy. Kvik sei der weltweit erste Küchenhersteller, der mit einer solchen Front auf den Markt kommt. Denn auch Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema im Franchisekonzept. Weitere Zulieferer sind die einschlägigen Werkstoff-Lieferanten Pfleiderer, Egger und Kronospan, bei den Beschlägen ist es Blum. Spülen kommen von Franke, Geräte von der BSH (Bosch, Siemens, Neff) und von AEG. Also alles bekannte Qualität, wie betont wird.

Das komplette Sortiment ist im Lager Bönnigstedt (Kreis Pinneberg) vorrätig, sodass die Küche auch schnell in zwei bis drei Wochen geliefert werden kann. Der zweite Hamburger Standort ist bereits in der Pipeline. Mit 250 Mio. Euro Umsatz und 270 Mitarbeitern sowie als Teil des schwedischen Konzerns Ballingslöv International ist Kvik kein kleines Unternehmen und zeigt sich sehr ambitioniert. Viele andere interessante Facts erfahren Sie aus der nächsten Ausgabe „möbel kultur“, die zum Messeherbst erscheint.

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