Grafik: Heimtex

Heimtex

Nachfrage nach Möbelstoffen zieht an

Die Mitgliedsunternehmen des Heimtex-Verbandes konnten in den ersten neun Monaten dieses Jahres über alle textilen Sparten hinweg ein Umsatzplus von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwirtschaften. Wie der Verband auf seiner Jahrestagung in Wuppertal erläuterte, verzeichnen die Sparten mit Ausnahme der Dekostoffe dabei teilweise deutliche Umsatzzuwächse. Größter Gewinner ist das vergleichsweise kleine Segment der Möbelstoffe mit einem Plus von 20,9 Prozent. An zweiter Stelle stehen mit einem Anstieg von 10,4 Prozent die textilen Bodenbeläge, Bettwaren konnten um 1,4 Prozent zulegen. Dekostoffe erzielten dagegen einen Velust von Minus 3,1 Prozent.

Vergleicht man die aktuellen Ergebnisse mit dem Vor-Pandemie-Zeitraum Januar bis September 2019, zeigt sich ein komplett anderes Bild: Dann verzeichnen die Produktsparten Textile Bodenbeläge (-14,9 %), Dekostoffe (-14 %) und Möbelstoffe (-2,8 %) teils herbe Umsatzverluste. Für Bettwaren liegen für diesen Zeitraum keine Ergebnisse vor, so dass eine Betrachtung des Gesamtmarktes nicht vorgenommen werden kann.

Beim Export konnte mit dem Geschäft der Heimtextilien im Zeitraum Januar bis September 2021 im Vergleich zum Vorjahr bezogen auf den Gesamtmarkt ein Umsatzplus von 20,1 Prozent erwirtschaftet werden. Zu den Wachstumstreibern zählen dabei Möbelstoffe mit 44,6 Prozent und Textile Bodenbeläge mit 36,5 Prozent. Dekostoffe konnten um 9,9 Prozent und Bettwaren um 7,7 Prozent zulegen.

Werden die aktuellen Exportzahlen der ersten drei Quartale 2021 mit dem entsprechenden Zeitraum 2019 ohne Pandemiebedingungen verglichen, fällt das Ergebnis auch hier negativ aus. Einzig die Möbelstoffe konnten mit 3,8 Prozent ihren Umsatz vergrößern. Dekostoffe (-6,4 %) und Textile Bodenbeläge (-7,6 %) mussten Einbußen hinnehmen. Da für Bettwaren für diesen Zeitraum keine Ergebnisse vorliegen, kann auch hier kein Vergleich vorgenommen werden.

Die Exportquote der Heimtextilien insgesamt lag von Januar bis September 2021 bei 38,6 Prozent. Im Vorjahreszeitraum betrug sie noch 34 Prozent. Dabei wurde bei Deko- und Möbelstoffen rund jeder zweite Artikel, bei Bettwaren und Textilen Bodenbelägen rund jeder dritte Artikel exportiert.

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