Foto: Vogelsänger Studios

möbel kultur-Umfrage

„Nachfrage bleibt auf hohem Niveau“

Wie gehen die Unternehmen in den Messeherbst? Was bieten sie dem Handel? Bleibt die Nachfrage nach Möbeln hoch? Und wie sieht es in puncto Material- und Lieferengpässen sowie mit der Logistik aus? Die „möbel kultur“ hat im Vorfeld von M.O.W., Möbelmeile & Co. bei einigen Protagonisten nachgefragt, u a. bei Alexander Höner, Geschäftsführer Musterring.

möbel kultur: Herr Höner, mit welchen Ideen und Konzepten starten Sie in den Messeherbst?
Alexander Höner:
Das Thema „Garten“ ist pandemiebedingt weiterhin auf dem Vormarsch. Zusätzlich verschwimmen noch die Grenzen der Designs zwischen Indoor und Outdoor. Wir tragen dieser Entwicklung Rechnung, indem wir erfolgreiche Funktionen (und Materialien) aus dem Indoor-Bereich z.B. bei Stühlen auch in den Outdoor-Bereich übernehmen. Ferner führen wir bei Musterring jetzt auch Massivholz als neues Material für den Badbereich ein. Daneben arbeiten wir natürlich auch weiterhin im „konventionellen“ Bereich an neuen Produkten, welche wir im Herbst präsentieren.

möbel kultur: Was sind aktuell die größten Herausforderungen für Sie als Hersteller?
Alexander Höner:
Die Verfügbarkeit und Preisentwicklung im Beschaffungsbereich machen der ganzen Branche und natürlich damit auch uns die größten Probleme. Diese fangen schon bei den Rohstoffen wie Holz und Leder an, setzen sich bei Motoren und Beschlägen fort und reichen bis zur Logistik. Gleichzeitig trifft diese erschwerte Beschaffung auf eine stabile und große Nachfrage, was zusätzliche Probleme z.B. in der Kundenzufriedenheit schafft. Ein Ende dieser Problematik ist leider noch nicht absehbar.

möbel kultur: Wie schätzen Sie die Nachfrage nach Möbeln bei den Endverbrauchern ein? Hält das Interesse weiter an?
Alexander Höner:
Die eigenen vier Wände werden auch in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt bei den Verbrauchern bleiben, da das Thema Reisen auf absehbare Zeit schwierig bleibt. Insofern gehen wir davon aus, dass die Nachfrage auf einem sehr hohen Niveau verharren wird – sofern die Politik durch Möbelhausschließungen diese Nachfrage nicht wieder künstlich verknappt. Die z.T. extreme Preisentwicklung bei Immobilien gibt einen sehr guten Indikator dafür ab.

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