Der ehemalige Rangierbahnhof in Berlin-Pankow. Hier will Höffner-Chef Kurt Krieger einen neuen Stadtteil entstehen lassen.

Höffner in Berlin-Pankow

Kurt Krieger wird zum Stadtentwickler

So ganz ist es nicht von der Hand zu weisen. Kurt Krieger liebt es offenbar, schwierige Projekte anzupacken. Der neuste Fall: Berlin-Pankow. Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofes geht es nun um einen völlig neuen Stadtteil - mit Schule, Park, Einkaufszentrum und eben auch einem Höffner-Einrichtungspalast sowie einem Sconto-Markt. Die veranschlagten Investitionskosten liegen bei stolzen 350 Mio. Euro. Am Ende könnten laut Höffner 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die langfristigen Pläne von Kurt Krieger in Berlin, sehen so aus, dass die Filiale in der Pankstraße im Stadtteil Wedding und damit das Höffner-Stammhaus die Pforten schließen soll. Die Brandenburger müssen momentan durch die ganz Stadt fahren, um bei Höffner einkaufen zu können. Und den Raum Potsdam möchte Kurt Krieger Porta dann doch nicht ganz kampflos überlassen. Deshalb sollen so schnell wie möglich zwei niegelnagelneue Häuser in Pankow und in Grunewald entstehen - also eins im Nordosten und eins im Westen der Stadt. Insbesondere das Pankower Projekt liegt Kurt Krieger am Herzen, denn nur wenige Schritte von dem Areal entfernt, verbrachte er seine Kindheit. Dem toten Areal, das er 2009 von der Eigentümerin Aurelis übernahm, will er nun neues Leben einhauchen.

Überzeugen konnte er bereits alle Bezirksfraktionen - bis auf die Grünen, die sich mit Großprojekten solcher Art gewohntermaßen schwer tun. Allerdings ließen es sich Kurt Krieger und sein Expansionsleiter Michael Kollmann nicht nehmen, bei der jüngsten Mitgliederversammlung - quasi in der "Höhle des Löwen" - aufzuschlagen und den Grünen-Abgeordneten ihre Pläne vorzustellen. Alle Höffner-Verantwortlichen sind sich darüber im Klaren, dass ihnen in Pankow ein steiniger und schwerer Weg bevorsteht. "Es ist schön, dass wir im Bezirk so viele Befürworter gefunden haben, aber das ist erst der erste Schritt", sagte Kurt Krieger heute gegenüber moebelkultur.de. Das letzte Wort habe ohnehin der Berliner Senat. Und obwohl im Bezirk und im Senat Rot-Rot das Sagen haben, ist man sich parteiintern über die Höffner-Pläne in Pankow längst nicht einig. Die Aufgabenstellung für die Zukunft beschreibt Michael Kollmann zielstrebig: "Informieren mit allen Mitteln." Heute lud Kurt Krieger schon mal zur Pressekonferenz. Bilder und weitere Infos zur Veranstaltung gibt es morgen früh auf moebelkultur.de

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