Rolf Ostermann möchte auf jeden Fall in Duisburg bauen.

Ostermann

Keine Angst vor Kurt Krieger

Nachdem Kurt Krieger in den vergangenen Wochen mehrfach betont hat, seine Höffner-Pläne für Duisburg auf Eis zu legen, solange auch ein Ostermann-Haus für die Stadt im Gespräch ist, erklärt sein Konkurrent Rolf Ostermann nun, dass er fest entschlossen sei, in Duisburg Fuß fassen zu wollen. "Wir kommen nicht wegen Krieger, aber wir kommen auch nicht wegen Krieger nicht", betonte der Inhaber gegenüber dem Online-Portal "Der Westen". Er wolle auf jeden Fall ein 50.000 qm großes Möbelzentrum in Meiderich an der A 59 errichten.

Seit mehr als zehn Jahren habe Ostermann nach einem geeigneten Standort in Duisburg gesucht. Das jetzige Areal sei durch die Autobahnanbindung und die gute Erreichbarkeit bestens geeignet. Gemeinsam mit dem Nachbarn Ikea könne auf dem alten "Zeus Gelände" ein "Kompetenzstandort" für Möbel entstehen. "Das ergänzt sich eher als es sich kannibalisiert", ist sich Ostermann sicher. "Ein wesentlicher Beitrag zur Strukturverbesserung im Norden Duisburgs." Und mit Blick auf das vorerst eingefrorene Höffner-Projekt am Hauptbahnhof fügt er hinzu, dass die Stadt durch einen weiteren Palast gar zum "Einrichtungsmekka für die gesamte Region" werden könne. "Wettbewerb belebt das Geschäft!"

Für sein neues Haus hat Ostermann in Duisburg-Meiderich ein 12,5 Hektar großes Gelände gekauft - ohne Rückgabeklausel. Acht Hektar benötige das Begros-Mitglied für sein Möbelvorhaben, die vier übrigen könnten vom Handwerk oder der Kleinindustrie genutzt werden, hieß es.

Aktuell betreibt das Begros-Mitglied vier Häuser in Witten, Haan, Bottrop und Recklinghausen. Anfang des Monats eröffnete es in Witten zudem ein 11.000 qm großes Kuüchencenter. In seinen geplanten fünften Standort in Duisburg will es 100 Mio. Euro stecken. Die Fertigstellung des Palastes ist zum Weihnachtsgeschäft 2013 anvisiert. Für die Stadt bringe der neue Ostermann 300 Vollzeitarbeitsplätze und 30 Ausbildungsstellen.

Diese Seite teilen