Ergebnis der Konjunkturumfrage Oktober 2016.

Mittelstandsverbund-ZGV

Fachkräftemangel im Mittelstand

Die Digitalisierung der Prozesse stellt den mittelständischen Handel vor große Herausforderungen. Von der Optimierung der Onlinepräsenz über das Beschaffungswesen bis zu Inhouse-Systemen: Es fehlt qualifiziertes Personal, sodass die leistungsfähigen Angebote nicht den gewünschten Erfolg bringen. Das zeigt eine aktuelle Konjunkturumfrage des Mittelstandverbundes-ZGV.

Fast jeder zweite Mittelständler sucht nach geeigneten Fachkräften (47%) und 34 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass eine Qualifizierung der Belegschaft immer wichtiger wird.

„Hochqualifiziertes Personal ist der Grundstein für das Gelingen der digitalen Transformation. Die globalen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verändern sich rasend schnell. Um hier mithalten zu können, braucht der Mittelstand Fachkräfte und gezielte Qualifizierung“, sagt Hauptgeschäftsführer des Mittelstandverbundes, Dr. Ludwig Veltmann.

Zwei Drittel der Unternehmen bewertet ihre wirtschaftliche Lage dennoch weiterhin als „gut“. Mehr als die Hälfte (53%) erwartet steigende Umsätze für das laufende Quartal.

Der Verlust von Fachkräften bremse den Mittelstand aus, digitale Konzepte weiterzuentwickeln. „Es fehlt an Rahmenbedingungen, die den ländlichen Raum wieder attraktiv gestalten. Für viele Menschen bieten diese Regionen keine Bleibeperspektive“, erklärt Veltmann. Hier sei die Politik gefragt. Auch eine schnelle Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt biete eine Chance, dem drohenden Engpass entgegen zu wirken.

An der Konjunkturumfrage haben sich 70 Verbundgruppenzentralen aus 18 Branchen beteiligt. Die Erhebung wird regelmäßig unter den Verbundgruppen des Mittelstandverbundes durchgeführt, die insgesamt 230.000 mittelständische Unternehmen vertreten. Zu den befragten Einkaufs-, Marketing- und Dienstleistungskooperationen zählen beispielsweise Edeka, Rewe, Intersport, Sport 2000, Expert, Mega und Bäko.

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