XXXLutz

"Die Geschäftsführung ist gesprächsbereit"

Beim Thema Personalpolitik von XXXLutz schlagen die Emotionen hoch. Das zeigt nicht zuletzt die hohe Anzahl der Beiträge im Diskussionsforum "möbel talk" zum Vorwurf von "Spiegel Online", das Unternehmen würde seine unliebsamen Arbeitnehmervertreter mit Abfindungen zum Gehen animieren. Nach solchen Anschuldigungen scheint jeder zu wissen, wie es bei XXXLutz - im negativen Sinne - abläuft. Jetzt ist es aber genug. Julian Viering, Mitarbeiter der Presseabteilung des Hauses, meldet sich jetzt auf "möbel talk" zu Wort, um mit dem "Schwarz-Weiß"-Bild aufzuräumen.

"Zum Thema XXXL Neubert in Würzburg weiß ich aus eigenem Erleben, dass die Geschäftsleitung gesprächsbereit ist und dass bis jetzt der Betriebsrat nicht an den Gesprächen teilnehmen wollte", erklärt er. "Die Geschäftsleitung hat in Aushängen und in mehreren Flyern erklärt, dass sie an den Löhnen und Gehältern, am Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie am Urlaubsanspruch für alle Mitarbeiter festhält. Der Status quo soll unverändert erhalten bleiben." Beim Thema Tarifvertrag könne er die Argumentation der Geschäftsleitung, "mit kollektiven Vereinbarungen besser und schneller auf die lokalen Gegebenheiten eingehen zu können", gut nachvollziehen.

"Es ist nicht nur meine Meinung, sondern die vieler Kollegen hier in Würzburg: Sie hoffen, dass es schnellstmöglich zu neuen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Vorschläge und Angebote der Geschäftsleitung kommt. Es kann doch nicht sein, dass die Gewerkschaft ein Machtspiel auf dem Rücken der betroffenen Kolleginnen und Kollegen austrägt. Was wir brauchen, sind konstruktive Gespräche und Lösungen! Doch derzeit kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die IG Metall sinnvolle und schnelle Regelungen für die Mitarbeiter erschwert, weil sie fürchtet, weiter an Einfluss zu verlieren."

Die Erfahrungen bei XXL Mann Mobilia in Karlsruhe wie auch an anderen Standorten hätten gezeigt, dass konstruktive Regelungen mit dem Betriebsrat möglich seien. Insgesamt gebe es in den Häusern 19 Betriebsratsgremien mit insgesamt 151 Betriebsräten. "Was man so aus den Filialen hört, ist die Zusammenarbeit fast überall reibungsarm und konstruktiv. Eben im Interesse der Mitarbeiter und des Unternehmens. Darüber sollten Medien wie Spiegel Online mal berichten und nicht immer nur über vermeintliche ,Skandale?, die von Verdi und IG Metall hochgepusht werden."

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