Leo Lübke, Cor, Martin Auerbach, Fachverband Matratzen-Industrie e. V., und Roland Meyer-Brühl, Brühl (v.l.)

Stimmen zur Absage der imm cologne

Das sagt die Branche: Großes Bedauern, aber viel Verständnis

Die Befürchtungen, dass die „imm cologne“ auch im 2. Jahr der Pandemie abermals nicht an den Start gehen kann, haben sich nun leider bewahrheitet. Das Bedauern in der Möbel,- Interior- und Zuliefer-Branche ist groß, dennoch haben alle viel Verständnis dafür, dass die Messe unter den aktuellen pandemischen Umständen nicht stattfinden kann und der Schritt zur Absage somit folgerichtig war. Auch wenn einstimmig alle gehofft hatten, dass die Leitmesse - der wichtige internationale Branchentreff - 2022 wieder an den Start gehen kann. Wir haben bei Ausstellern und Unternehmen nachgefragt und wollten wissen, wie sie auf die Absage der „imm cologne“ reagieren. Lesen Sie hier die Meinungen aus der Branche:

Leo Lübke, Cor: „Die Vorfreude auf die imm war riesengroß und die Vorbereitungen in vollem Gange. So traurig und bitter die 'Vollbremsung' nun auch ist, führt nach Abwägung aller Chancen und Risiken kein Weg daran vorbei. Die rasante pandemische Entwicklung in den letzten Wochen ließen der Messe leider keine andere Wahl.“

Roland Mayer-Brühl, Brühl: „Als Aussteller seit 1961 bedauern wir natürlich sehr, dass die imm nicht stattfinden wird, halten dies aber unter den gegebenen Umständen für richtig. Wir haben unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht, und können sie nicht den mit einer großen Messeveranstaltung verbundenen gesundheitlichen Risiken aussetzen. Ebenso sehen wir uns als Gastgeber in der Pflicht, die Besucherinnen und Besucher unseres Messestands keinen Gefährdungen auszusetzen. Wir hoffen sehr, dass sich die Lage im nächsten Jahr entspannt haben wird und wir uns alle wieder auf persönliche Begegnungen freuen können!“

Martin Auerbach, Fachverband Matratzen-Industrie e. V.: „Die Absage der Möbelmesse ist sehr bedauerlich, mit Blick auf die Rahmenbedingungen aber die absolut richtige Entscheidung. Auch in Köln stehen Messegesellschaft und Aussteller durch die zugespitzte pandemische Lage vor teils unlösbaren Aufgaben. Wenn die Zielerreichung für alle Beteiligten aussichtslos erscheint, muss auch die etablierte Marke imm geschützt werden. Das trifft die Messegesellschaft wirtschaftlich hart, sichert letztendlich aber deren Zukunft und führt auch bei den Ausstellern in deren teils stark angespannten Lagen für eine gewisse Entlastung."

Thomas Schlosser, Signet: „Die Absage ist äußerst vernünftig. Wir waren bis zuletzt ein Verfechter der imm cologne, aber aufgrund der pandemischen Lage und den daraus resultierenden zunehmenden Absagen aus dem Handel ist dies für alle Beteiligten am besten. Gleichwohl ist die Absage natürlich schade, da sich alle auf die imm gefreut haben. Jetzt freuen wir uns auf die Ausgabe 2023.“

Dr. Patric Draenert, Draenert: „Wir waren für die imm cologne 2022 angemeldet und bis zuletzt voll in der Vorbereitung. Aber auch wir sind vor einigen Tage zu dem Entschluss gekommen, dass eine Teilnahme bei der aktuellen Corona-Lage wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll umsetzbar gewesen wäre. Daher kann ich die offizielle Absage absolut nachvollziehen und unterstütze diese Entscheidung. Möchte die imm cologne auch künftig als Leitmesse der Interior-Design-Branche anerkannt werden, müssen allerdings aus meiner Sicht deutliche Veränderungen stattfinden. Das Premium-Segment bedarf einer konzeptionellen Erneuerung.“

Uwe Kreidel, Hettich: „Die Absage der imm ist sehr schade für die Branche und den Messestandort Deutschland. Aber unter den gegebenen Umständen konnte man nicht anders entscheiden. Leider gibt es zu der Messe auch spontan keine wirkliche Alternative. Und natürlich fehlt uns dieser Live-Austausch mit der Branche, denn wir von Hettich besuchen die imm stets mit einem großen Team. Der Termin ist für uns immer gesetzt. Diese Live-Eindrücke fehlen uns natürlich jetzt. Insofern hoffen wir sehr, dass andere Messen, die für 2022 geplant sind, stattfinden können. Denn die Branche braucht solche ,physischen Events‘ definitiv.“

Dieter Rezbach, Lignum Consulting: „Die Entscheidung ist nachvollziehbar und verständlich. Allerdings auch enttäuschend, denn der Branche stand bereits im letzten Jahr dieser Treffpunkt und Marktplatz nicht zur Verfügung, um neue Produkte zu präsentieren. Und jetzt wird es erneut keine Treffen und keinen Austausch in Köln geben - das ist wirklich schade.“

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