AMK

Zweiterfolgreichstes Jahr der Geschichte

Ein positives Fazit für das Jahr 2017 hat der neue Geschäftsführer Volker Irle während der 9. AMK-Wirtschaftspressekonferenz gezogen. Bereits zum dritten Mal in Folge konnte die Umsatzmarke von 11 Mrd. Euro geknackt werden. Hierfür nannte Irle drei maßgebliche Faktoren: eine ungebrochene Nachfrage auf Rekordniveau, ein neuer Rekord bei der durchschnittlichen Investitionsbereitschaft sowie eine leistungsstarke Küchenindustrie.

Hochgerechnet auf den Gesamtumsatz hat die deutsche Küchenindustrie im Jahr 2017 einen Gesamtumsatz in Höhe von 11,57 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,58 Mrd. Euro) erzielt. Im Vergleich zum Allzeit-Rekord 2016 ergibt sich damit ein minimaler Rückgang um 0,1 Prozent. Zwar konnte keine weitere Umsatzsteigerung erzielt werden, dennoch handelt es sich um das zweiterfolgreichste Jahr der Geschichte.

Der Gesamtumsatz der Hersteller von Küchenmöbeln, Elektro-/ Einbaugeräten, Spülen und Zubehör hat sich damit in einem Rekordniveau stabilisiert. Neben den angeführten Gründen wie der guten Baukonjunktur, unterstützt weiterhin die Zins- und Geldpolitik der EZB diese sehr gute Entwicklung. Die geringen Zinssätze, kombiniert mit positiven Erwartungen an Job- und Gehaltssicherheit, sorgen für eine ungebrochene Investitionsfreudigkeit. Angesichts der noch immer signifikanten Staatsverschuldungen der EU-Mitgliedsstaaten, lassen sich auch für 2018 niedrige Zinsen und damit kaum vorhandene Sparanreize erwarten.

Das Inland bleibt mit 2 Prozent Umsatzrückgang im Jahr 2017 geringfügig hinter dem Vorjahr zurück. Dennoch ist es der zweitstärkste Wert der Industriegeschichte.

Der Exportanteil derweil steigt und steigt. Mit einem Plus von 2,58 Prozent und einem Gesamtumsatz in Höhe von 5,03 Mrd. Euro wurde noch nie so viel Umsatz der deutschen Küchenindustrie im Ausland erzielt wie 2017. Für die Küchenmöbelindustrie gilt: Wichtigster Auslandsmarkt ist und bleibt Frankreich. Mit über 460 Mio. Euro Umsatz konnte die deutsche Küchenmöbelindustrie ihren ohnehin schon großen Absatz nochmals um 7,5 % steigern. Auch im zweitwichtigsten Markt, den Niederlanden, stieg der Umsatz nochmals um über 11 % auf fast 280 Mio. Euro. Spitzenreiter in den Wachstumsraten der bedeutenden Auslandsmärkte ist erneut China. Betrug die Wachstumsrate hier 2016 bei Küchenmöbeln bereits stolze 20 %, konnte diese 2017 auf über 30 % weiter aufgebaut werden.

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