Die Schäden des Stadtwaldes Wernigerode im Harz stellen nicht nur einen wirtschaftlichen Verlust dar, auch für Touristen und Einheimische ist der Anblick erschreckend. Foto: PEFC Deutschland/Ina Maslok

PEFC

Zu Gast in der Bundespressekonferenz

Auf Einladung der Bundespressekonferenz schärfte PEFC Deutschland e. V., die Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem, das Bewusstsein für die bedrohliche Lage des deutschen Waldes im Klimawandel. Die Organisation zeigte Lösungsansätze auf, wie der Wald jetzt stabilisiert werden kann, damit er weiterhin alle für Natur, Wirtschaft und Gesellschaft wichtigen Ökosystemleistungen erbringen kann. Die Kernbotschaft: Ein gesunder Wald braucht eine zukunftsfähige, nachhaltige Bewirtschaftung und die Waldbesitzer ein Überlebensmodell, um Wiederaufforstung und Waldpflege bewerkstelligen zu können.

Prof. Dr. Michael Müller von der Technischen Universität Dresden, Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland e. V., Oberbürgermeister Peter Gaffert aus Wernigerode und Georg Abel, Bundesgeschäftsführer Verbraucher Initiative e. V., warnten gemeinsam vor einem „neuen Waldsterben“, gegen das das „erste Waldsterben“ vor 40 Jahren in der Retrospektive vergleichsweise harmlos erscheine.

Die Experten richteten den Blick nach vorne. Als eine Lösungsstrategie beschrieben sie eine zukunftsfähige nachhaltige Waldbewirtschaftung. Dazu gehöre:

– der Aufbau von Mischbeständen, also Laub- und Nadelbaumarten nach ihrer Eignung für den jeweiligen Standort auszuwählen und zu mischen;

– die Klimaanpassung der Wälder, indem klimaangepasste Baumarten die Stabilität und Vielfalt der Wälder erhöhen und gleichzeitig Kohlenstoffdioxid (CO2) binden;

– eine kontrollierte, pflegliche Waldbehandlung, etwa beim Maschineneinsatz im Interesse des Bodenschutzes;

– durch stetige Wiederaufforstung aus heimischem Saatgut die Wuchsdynamik des Waldes zu verstärken.

Auch wenn die Stabilität der Wälder in Deutschland durch die Auswirkungen des Klimawandels bedroht sei, sind unsere Wälder, so betonten die Experten ebenfalls, gleichzeitig auch eine wichtige Hilfe im Kampf gegen den CO2-Ausstoß. Im Holz der Bäume und im Boden können intakte Wälder große Mengen Kohlenstoff speichern. Wird Holz stofflich genutzt und zum Bau von Häusern oder zur Herstellung langlebiger Holzprodukte eingesetzt, bleibt der Kohlenstoff dort ebenfalls lange gespeichert. So kann Holznutzung aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern einen positiven Beitrag zur Klimabilanz leisten.

Unterstützen kann der Verbraucher den Waldumbau und Klimaschutz, indem er beim Einkauf auf Produkte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern achtet, unter anderem erkennbar am PEFC-Siegel.

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