Wien

Wolfgang Joop und Neue Wiener Werkstätte stellen Kollektion vor

Großer Bahnhof im Wiener Museum MAK. Dort stellte Wolfgang Joop vergangene Woche höchstpersönlich seine erste Polstermöbel-Kollektion vor, entwickelt für die Neue Wiener Werkstätte. Wie kaum anders zu erwarten, war das Gedränge der geladenen Händler, Kunden und Journalisten in der Emfangshalle des Museums groß, die übrigens einen grandiosen Rahmen für die exklusiven Joop-Entwürfe bot. Diese waren wie kostbare Exponate auf leicht erhöhten Podesten positioniert und zogen nicht nur deshalb die Blicke auf sich. Edelste Materialien, exzellente Verarbeitung und das elegante Design machen die Kollektion, bestehend aus Sofa, Sessel, Bett, Beistelltisch und Paravent, zu einem Augenschmaus. Joop: "Die Grundidee bezieht sich auf die Form einer Muschel. Eine Form, die in ihrer âsthetik auch die Funktion des Beschützens hat. Ich kann mich sozusagen in die Form zurückziehen und mich beschützt fühlen."

An klassische Vorbilder angelehnt, gelang dem Fashion-Star, der auch auf dem Gebiet des Interieur-Design als ausgewiesener Kenner gilt, eine sensible Neuinterpretation, zugeschnitten auf eine Klientel, die weniger Wert auf trendiges Design, als vielmehr auf eine zurückhaltende, zeitlos gültige Gestaltung legt.

Die Zusammenarbeit zwischen Joop und der Neuen Wiener Werkstätte hat sich prozesshaft entwickelt. So hatte sich der versierte Möbelsammler Joop schon lange Zeit zuvor mit der stilbildenden Historie der Wiener Werkstätte auseinandergesetzt und ist zudem in seinem eigenen Heim mit Möbeln der Neuen Wiener Werkstätte eingerichtet. Bei einer Begegnung zwischen der Inhaber-Familie Polzhofer, die heute in 4. Generation die Geschicke des österreichischen Unternehmens lenkt, und dem Modeschöpfer war es dann Joop selbst, der den Anstoß zu der Idee einer eigenen Kollektion gab. Polzhofers nahmen ihn beim Wort und so entstand Schritt für Schritt in enger Abstimmung mit dem Designer Johann Heil (Neue Wiener Werkstätte) die nun präsentierte Möbel-Serie, die nach Auftrag produziert werden soll. Mehr dazu lesen Sie in der nächsten arcade und möbel kultur.

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