ECC-Studie

Wie wichtig sind digitale Plattformen für die Branche?

Deutschland hinkt im internationalen Vergleich bei der Entwicklung digitaler Plattformen hinterher. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Digitale Plattformen – Deutschland auf dem Abstellgleis?“ des ECC Köln mit Unterstützung der ECC-Club-Mitglieder. In den vergangenen Jahren haben diese Handelsplätze, unter anderem aufgrund der Digitalisierung sowie der damit einhergehenden Veränderung im Konsumverhalten der Endverbraucher, an Bedeutung gewonnen. In der Möbelbranche ist beispielsweise Otto.de auf diesen Zug aufgesprungen und hat eine eigene Plattform-Strategie vorgestellt.

„Digitale Plattformen agieren kundenorientiert und passen sich gesellschaftlichen, aber auch wirtschaftlichen Veränderungen sehr schnell an. Adaptionen werden primär vor dem Hintergrund des sich stetig wandelnden Kundenverhaltens getätigt“, erklärt Mailin Schmelter, Teamleiterin am ECC Köln.

Gerade deutsche Unternehmen stehen aktuell häufig vor der Herausforderung, eine geeignete Plattform-Strategie in das bestehende Geschäftsmodell zu integrieren. Konkrete Maßnahmen und Umsetzungsbeispiele gibt es laut Studie nur wenige. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass für die Entwicklung der Vergleich mit Plattform-Konzepten der Vorreiternationen, wie z.B. USA, wenig zielführend ist. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen können umsatzbedingt nur gering investieren. Deshalb muss der Nutzen einer eigenen Plattform-Lösung gründlich abgewogen werden.

„Ein Koexistieren mit digitalen Plattformen wird zwangsläufig dazu führen, dass der Wettbewerber den Zugang zum Kunden für sich verbucht. Der Großteil der deutschen Unternehmen muss jetzt die Weichen für die Zukunft stellen. Es gilt, die richtigen Schlüsse für die eigene Branche und das eigene Unternehmen zu ziehen, strategische Überlegungen zu reflektieren, Geschäftsmodelle zu hinterfragen und konsequent vom Kunden aus zu denken“, warnt Andreas Bauer, Digitaldrift und Co-Autor der ECC-Studie.

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