"Wettbewerbsverzerrung zugunsten des kleinflächigen Küchenhandels."

Möbelhandel

Wie viele dürfen öffnen?

Die Gemüter nach der Entscheidung der Bundesregierung und der Länderchefs kochen hoch. Warum dürfen Baumärkte, Gartencenter und Autohäuser öffnen, Möbelhäuser aber nur bis zu einer Fläche von 800 qm? Das versteht jetzt auch die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen nicht mehr. Wie in der Pressekonferenz von gestern zu sehen, hat das größte Bundesland nun entschieden, dass dort auch alle Einrichtungshäuser öffnen dürfen. Aber was bedeutet die Beschränkung auf 800 qm überhaupt in Zahlen?

Die BBE Handelsberatung, München, hat in ihre Datenbank geschaut. Demnach sind  von den bundesweit gut 8.000 Möbel- und Küchenhäusern „nur“ etwas weniger als die Hälfte von dem verlängerten Shutdown betroffen. Von den rund 4.500 Häusern, die öffnen dürfen, sind jedoch zwei Drittel Küchenfachgeschäfte. „Insgesamt bleibt es eine schwierige Lage. Die Vollsortimenter, groß und klein, bleiben benachteiligt“, sagt Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsleitung der BBE Handelsberatung, zu der Tabelle, die Sie hier herunterladen können.

Und auch, wenn es  jetzt so aussieht, als seien gar nicht so viele Unternehmen von den Maßnahmen betroffen, stimmt das nur in Bezug auf die Zahl der Standorte. Umsatzmäßig ist der Möbelhandel, wenn es bei der eigentlichen Regelung mit max. 800 qm bleibt (Ausnahme NRW), sehr wohl sehr stark betroffen. Denn von den Top 30 im deutschen Möbelhandel, die laut „möbel kultur“-EXTRA einen Marktanteil von rund 68 Prozent haben, darf, nach der Regelung von gestern, kaum jemand öffnen.

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