Electronica

Wie Endverbraucher über künstliche Intelligenz denken

71 Prozent der Konsumenten weltweit sind der Ansicht, dass künstliche Intelligenz, Robotik und Digitalisierung im Alltag nur assistieren und nicht das eigene Denken übernehmen sollen. Das sind die Ergebnisse des Electronica-Trend-Index (2. Auflage). Dafür wurden im Auftrag der Electronica, Weltleitmesse und Konferenz für Elektronik, 7.000 Verbraucher in den USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien befragt.

Die Idee der Sprachsteuerung steht bei Verbrauchern hoch im Kurs: Rund 60 Prozent der Konsumenten sind dafür, dass elektronische Geräte künftig nach dem Vorbild von Siri oder Alexa in einen menschlichen Dialog treten können. Besonders begeistert sind die chinesischen (85 %), amerikanischen (68 %) und italienischen (66 %) Kunden. 17 Prozent lehnen sprechende Elektronik ab.

Zu „menschenähnlich“ sollen die digitalen Helfer aber nicht werden: 72 Prozent sprachen sich dafür aus, dass Roboter mit künstlicher Intelligenz eindeutig als Maschine erkennbar sein sollten. Die stärksten Befürworter sind wiederum die Italiener (78 %) und US-Amerikaner (77 %). Aber auch in Japan, mit der vergleichsweise schwächsten Zustimmung, gibt es in diesem Punkt eine klare Mehrheit von 69 Prozent der Befragten.

Dass Roboter künstliche Intelligenz einsetzen, um selbstständig zu lernen und auf Situationen zu reagieren, sehen 72 Prozent positiv. Ebenso viele Endverbraucher wünschen sich vom Roboter Entscheidungshilfen, deren Kontrolle aber in Menschenhand bleiben soll.

Die Frage, ob eine Maschine in der Lage sein soll, menschliche Gefühle zu erkennen und darauf zu reagieren, wird rund um den Globus unterschiedlich gesehen. In den europäischen Ländern und Japan ist nur rund jeder Zweite dafür, in den USA knapp 60 Prozent und in China sogar 85 Prozent.

„Wie der Electronica-Trend-Index zeigt, setzen sich die Verbraucher weltweit sehr intensiv mit der Elektronik der Zukunft auseinander“, sagt Frank Senger, Geschäftsführer der Messe München und zuständig für die Weltleitmesse Electronica. „Wie rasant sich die smarte Welt der Elektronik entwickelt, zeigen über 3.000 Aussteller aus mehr als 50 Ländern vom 13. bis 16. November auf der Electronica in München“.

Diese Seite teilen