Branchenwerkstatt

Wie die Möbelindustrie besser performen kann

Am 8. November startet wieder die Branchenwerkstatt im Hettich-Forum in Kirchlengern. Im Vorfeld der Veranstaltung veröffentlicht die „möbel kultur“ aufschlussreiche Themen, die während des Events diskutiert werden. Den Anfang macht Dr. Timo Renz, Managing Partner von Dr. Wieselhuber & Partner, der im Exklusiv-Interview mit der „möbel kultur“ erläutert, wo die Knackpunkte sind, an denen die Möbelhersteller noch arbeiten müssen.  

Denn die Möbelindustrie profitiert zurzeit nur unzureichend von dem Boom im Bereich Bauen
und Renovieren. „Für Grundstücke, Häuser und Wohnungen wird gerade in den Ballungsgebieten und ihren Speckgürteln immer mehr Geld ausgegeben, nicht aber für Möbel.“ Trotzdem: „Konjunkturell befinden wir uns nach wie vor auf sehr hohem Niveau in Deutschland. Ich glaube nicht, dass die rückläufigen Baugenehmigungen in diesem und im nächsten Jahr die Möbel­branche negativ beeinflussen. Und wann die Konjunktur irgendwann einmal zu stottern beginnt, weiß wahrscheinlich niemand so genau.“ Renz weiter: „Für mich zeigen sich viel eher Anzeichen für Schwierigkeiten – oder nennen wir es lieber Herausforderungen – in den rückläufigen Frequenzen im Möbelhandel. Und das ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass sich die Customer-Journey des Kunden fundamental zu verändern beginnt. Die Kunden informieren sich anders, sie suchen anders, sie haben andere Präferenzen und Prioritäten im gesamten Kaufprozess. Klassisch hat diesen ganzen Prozess vor allem der stationäre Möbelhandel beeinflusst und so die Kunden angesogen. Heute – und erst recht morgen – läuft das vielschichtiger, die Touch-Points spielen, Online-­Offline-Pingpong‘, Kaufentscheidungen werden anders beeinflusst und getroffen. Hierauf die richtigen Antworten zu finden, wird den Handel und die Industrie in den nächsten Jahren enorm beschäftigen.“ 

Auch wenn noch so manches Potenzial zu heben wäre, attestiert Dr. Timo Renz vielen in der Möbelindustrie heute ein besseres Standing als noch vor zehn Jahren. Was nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass die Branche insgesamt besonders in Sachen Digitalisierung noch große Herausforderungen zu meistern hat. 

Lesen Sie das komplette Interview in der April-Ausgabe der „möbel kultur“.

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