Studio Lonk macht Geschichten erlebbar. Mit einer Kombination aus Form, Farbe, Text und Ton. Das in Amsterdam ansässige Team um die Gründerinnen Anna Dekker (l.) und Celine de Waal Malefijt (r.) kreiert räumliche Erfahrungen für kulturelle und kommerzielle Zwecke.

Leolux und Lonk

"What if Lab" zur Dutch Design Week

"What if Lab" zur Zukunft des Wohnens: Wie werden wir in zehn Jahren leben? Um diese omnipräsente Frage zu beantworten, rief Leolux – gemeinsam mit der Dutch Design Foundation (DDF) – junge niederländische Designstudios zu einem mehrstufigen Wettbewerb auf. Durchgesetzt hat sich das Amsterdamer Studio Lonk, das die Jury mit einer inspirierenden, zukunftsrelevanten Vision überzeugte. Das Siegerprojekt wird im Rahmen der Dutch Design Week vom 19. bis 27. Oktober 2019 im ‘What If Lab: Leolux 2030’ in Eindhoven präsentiert.

Über 30 Designstudios haben ihre Ideen rund um die Fragestellung ‘What if… we design our living spaces today according to the needs of 2030?’ eingereicht und visionäre Entwürfe geschaffen. Das ‘What if Lab: Leolux 2030’, eine Initiative des Designherstellers Leolux und der Dutch Design Foundation (DDF), versucht eine Vorhersage zu treffen, wie sich unser Lebensumfeld bis 2030 verändern könnte und welche Bedürfnisse wir an dieses stellen. Die eingereichten Konzepte behandelten nicht nur den Aspekt des Interior Designs, sondern auch wahrscheinliche Szenarien und Trends – wie etwa die Verknappung des bezahlbaren Wohnraums. Nach einer ersten Selektion im Juli zogen die Studios Rive Roshan, Soft Bodies und Lonk in die nächste Runde ein. Das intuitive Designkonzept „Filter Family“ von Studio Lonk begeisterte die Jury, bestehend aus dem Designerduo TrulyTruly und einer Delegation aus dem Hause Leolux, schlussendlich am meisten.

Chairman Hans Filippini, Marketingdirektor von Leolux, bezeichnet die Einreichung von Studio Lonk als „die relevanteste“ des Wettbewerbs: „Die Konzepte waren von sehr hohem Niveau, eine schwierige Entscheidung für uns als Jury. Studio Lonk argumentiert, dass die Urbanisierung zu kleineren und teureren Wohnungen führt, insbesondere in den Großstädten. Die logische Aufteilung des Raums bedeutet als Schlussfolgerung für sie, dass man weniger Privatsphäre hat. Lonk stellt dem Besucher die anregende Frage, was das Gefühl von mehr oder weniger gemeinsamem Raum beim Menschen hervorruft. Das hat uns begeistert.“

Klanglandschaften und verschiedene Filter definieren Gemeinschaftsräume und Privatsphäre. Celine de Waal Malefijt, Gründerin von Studio Lonk, erklärt: „2030 wird eine neue Generation auf den Wohnungsmarkt kommen, ,die synthetische Generation’. Sie kennzeichnet sich durch einen postmaterialistischen Wertewandel hin zu Selbstverwirklichung und Authentizität. Diese Generation kann nicht mehr differenzieren, was das wirkliche Leben und was das digitale Leben auszeichnet. Für sie ist alles real. Und bis zu einem gewissen Grad auch unwirklich. Die Frage ist: Wie will diese Generation das ‚Gefühl der Zugehörigkeit’ in einem gemeinsamen Lebensraum ausdrücken? Und können die richtigen Filter dabei helfen, zwischen sozialen Kontakten und dem Bedürfnis nach Privatsphäre zu wechseln?“

 

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