VDM-Pressereise

Vom Stamm zum Möbel

Unter dem Motto „Das Herz des Qualitätsmöbels schlägt in Westfalen“ veranstaltete der VDM am Dienstag und Mittwoch eine informative Reise, die den Teilnehmern den nachhaltigen Weg vom Baum zum konfektionierten Möbel veranschaulichte. Den Anfang setzte PEFC Deutschland im Waldinformationszentrum Hammerhof in Warburg Scherfede, wo es in sprießender Frühlingsstimmung um standort- und klimagerechte Bewaldung ging, denn nur dann erhalten Waldbesitzer die entsprechende Zertifizierung. Stärkstes Holz in der Region: die Buche. 

Diese wird u. a. von Decker zu Massivholzmöbeln am Standort Borgholz verarbeitet. Das Unternehmen, das 2015 bereits sein hundertjähriges Bestehen feierte, wird in dritter Generation von Andreas Decker geleitet, und zeichnet sich durch eine hohe Wertschöpfungstiefe aus. „Bis auf Stühle produzieren wir alles selbst und können dabei sehr flexibel auf Kundenwünsche reagieren“, sagt Andreas Decker. Als jüngstes Sortimentsfeld wurde 2014 das Thema Küche aufgegriffen. Hier sieht Decker noch viel Potenzial für die Zukunft. Selbst die Leimholzplatten für die Möbel werden vor Ort gefertigt. 

Diese kauft Thielemeyer hingegen zu. Das Unternehmen aus Delbrück unter der Leitung von Ulf und Bernd Thielemeyer hat sich auf Massivholz-Schlafzimmer spezialisiert, die zurzeit besonders stark in Eiche Vintage nachgefragt werden. Gebrauchsspuren und Äste werden deshalb als außergewöhnliche Merkmale im Fertigungsprozess besonders hervorgehoben. Um sich ein zweites Standbein aufzubauen, diversifiziert Thielemeyer neuerdings in den Lackbereich. 

Als dritte, interessante Station wählte der VDM die Rietberger Möbelwerke aus, die erst seit 15 Jahren bestehen und sich innerhalb dieser Zeit zu einem unverzichtbaren Lieferanten von Wohn-, Speise,-  und Büromöbeln, sowie Garderoben und aktuell auch Schlafzimmern gemausert haben. Mit 500 Mitarbeitern stellt RMW unter der Führung von Rudolf Eikenkötter und Ulrich Thiele in drei Werken Systemmöbel für die Mitte des Marktes her, wobei insbesondere die Endmontage in Rietberg mit beeindruckender Struktur die Leitungsfähigkeit für Losgröße 1 demonstriert. Lesen Sie mehr dazu im Interview mit Rudolf Eikenkötter in der April-Ausgabe der „möbel kultur“, die heute erscheint. 

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