Otto

Versendet Ende des Jahres zum letzten Mal den Hauptkatalog

Nach 68 Jahren stellt der Onlinehändler Otto die Produktion des Hauptkatalogs ein. Im Dezember 2018 landet er ein letztes Mal in den Briefkästen der deutschen Haushalte. „Unsere Kunden haben den Katalog sukzessive selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen und schon längst auf unsere digitalen Angebote zugreifen. Entsprechend sagen wir jetzt ,tschüss‘ ­­– als letztes Zeichen einer gelungenen Transformation vom einstigen großen Katalogversender zum reinen Onlinehändler, die weltweit so nur Otto geschafft hat“, so Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstand Otto.

Otto war bereits Mitte der 90er Jahre im Internet präsent. Mit der Verbreitung des Smartphones entdeckten immer mehr Kundinnen und Kunden die Vorteile, auf otto.de in einem breiten Sortiment zu stöbern, inspiriert zu werden und transparent Vergleiche anzustellen. In den folgenden Jahren wurde der Katalog damit zunehmend zu einem Marketingtool, von dem sich die Verbraucher inspirieren ließen, um nachfolgend auf otto.de online zu bestellen. Durch den Boom im digitalen Marketing wurde er auch in diesem Bereich schnell ersetzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Daher wird am 4. Dezember 2018 der Katalog mit dem Frühjahr-/Sommer-Sortiment 2019 zum letzten Mal verschickt. Denn mittlerweile sind über 95 Prozent der Otto-Kunden Digitalbesteller. Mehr als die Hälfte aller Käufe erfolgt mobil über Smartphone und Tablet.

Otto macht online im Sortiment Home & Living einen Umsatz 2017/2018 von 950 Mio. Euro.
Entsprechend spielt der Hauptkatalog als Vertriebskanal schon seit Jahren mit einem einstelligen Anteil am Gesamtumsatz von 2,956 Milliarden Euro nur noch eine untergeordnete Rolle für das Hamburger Unternehmen.

"In Deutschland reden wir von der Digitalisierung oft so, als wäre diese etwas Störendes. Wir bei Otto meinen dagegen: Sie ist das Beste, was uns passieren konnte und eine riesige Chance für die Wirtschaft. Mit spannenden Sortimenten, inspirierenden Onlinefeatures und persönlicher Beratung sind wir als reiner Onlinehändler erfolgreicher, als wir es zu Zeiten des Hauptkatalogs je hätten sein können“, sagt Marc Opelt.

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