Finke Kassel

Standort soll erhalten bleiben – mit Einschnitten für die Mitarbeiter

Nach der Übernahme von Finke will Neu-Inhaber Kurt Krieger den Standort in Kassel-Fuldabrück erhalten. Wie die „HNA“ berichtet, müssen sich die 160 Mitarbeiter aber auf Veränderungen einstellen. Wie diese genau aussehen, ist bislang nicht bekannt. Ein Sprecher der Höffner-Gruppe erklärte lediglich: „Im Zuge der Sanierung der Finke-Gruppe hat die Unternehmensleitung am Dienstagabend eine wichtige Einigung mit dem Betriebsrat des Standortes Kassel erzielt.“ Und auch der Betriebsrat nannte keine Details. „Eine Sanierung ist kein Spaziergang“, kommentierte die Betriebsratsvorsitzende Heike Tripp-Noll. „Wir haben gemeinsam in Verantwortung für die langfristige Sicherung des Standortes gehandelt. Jetzt schauen wir nach vorn und denken wieder an unsere Kunden.“

Laut der Gewerkschaft Verdi seien jedoch drastische Gehaltskürzungen geplant. Gewerkschaftssekretär Manuel-Lars Sauer von Verdi-Nordhessen sagte dem Blatt, dass „die Beschäftigten künftig 1700 Euro Grundgehalt brutto bekommen (vorher zwar unter Tarif, aber immerhin 2200 bis 2400 Euro).“ Zudem seien ein Personalabbau sowie die Erhöhung der Arbeitszeit auf teils 48 Wochenstunden vorgesehen. Außerdem sei damit gedroht worden, den Standort zu schließen, wenn die Beschäftigten dem Gehaltsverzicht nicht zustimmen. „Das Möbelhaus in Fuldabrück ist eine der ertragreichsten Finke-Filialen. Eine Schließung wäre hanebüchen. Trotzdem sind die Mitarbeiter verunsichert“, führt Sauer fort. „Wir fordern Krieger auf, die bestehenden Verträge mindestens ein Jahr lang unangetastet zu lassen, wie es rechtlich nach einer Betriebsübernahme auch eindeutig geregelt ist.“

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