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Shopping-Center bieten mehr als nur Einzelhandel

In Shopping-Centern finden Kunden heute längst nicht mehr nur Händler vor. Neben einem ausgewogenen Mix an Mietern aus dem Handel sind auch Service-Angebote und Dienstleister ein zentraler Faktor für den Erfolg von Shopping-Centern. Dabei spielt auch das Thema Gastronomie eine immer wichtigere Rolle. Für Center-Betreiber ist Nordrhein-Westfalen ein besonders attraktiver Standort. So steht NRW sowohl hinsichtlich der Anzahl an Centern als auch der Gesamtfläche auf dem Spitzenplatz, vor Bayern und Baden-Württemberg.

Um die Kundenfrequenz in den Shopping-Centern zu steigern und die Verweildauer zu erhöhen, feilen die Betreiber aktuell mehr denn je an ihren Service-Angeboten. Dazu gehören Lebensmittelgeschäfte und Fashion-Stores genauso wie Lieferdienste, komfortable Parkmöglichkeiten, moderne Sanitäranlagen oder Ladestationen für Smartphones. 

Zum täglichen Bedarf der Kunden zählt vor allem die Verpflegung. Handelsgastronomie spielt eine immer wichtigere Rolle. Für die Betreiber von Shopping-Centern ist Gastronomie ein wichtiger Frequenzbringer. Etwa ein Fünftel (21,5 Prozent / ca. 2 Mrd. Euro) des Handelsgastronomieumsatzes von insgesamt ca. 9,3 Mrd. Euro erwirtschaften aktuell Shopping-Center in Deutschland – Tendenz steigend. „Während vor wenigen Jahren noch etwa 6 Prozent der Verkaufsfläche aus Gastronomie bestand, ist der Anteil bei Neueröffnungen im Durchschnitt bereits auf knapp 20 Prozent angestiegen“, erklärt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung im EHI.

Mit aktuell 82 Shopping-Centern (Anteil: 17,1 Prozent) liegt Nordrhein-Westfalen im Ranking der Anzahl an Shopping-Centern nach Bundesländern klar vorne. Dementsprechend weist NRW mit rund 2,7 Mio. Quadratmetern auch die größte Center-Fläche auf. An zweiter Stelle der attraktivsten Standorte für Shopping-Center-Betreiber liegt gemäß des Rankings Bayern mit aktuell insgesamt 52 Centern (Anteil: 10,9 Prozent) und einer Gesamtfläche von rund 1,6 Mio. Quadratmetern. Drittplatziertes Bundesland ist Baden-Württemberg mit aktuell 46 Centern (Anteil: 9,6 Prozent) und etwa 1,3 Mio. Quadratmetern Gesamtfläche.

Hinsichtlich der Anzahl an Planungen neuer Center in diesem und den kommenden Jahren liegt NRW aufgrund der Fülle bestehender Shopping-Center nur auf Platz drei in der Rangfolge. Von den 29 Planungen sollen 4 Shopping-Center in NRW entstehen. Auf Platz 1 im Ranking der geplanten Neueröffnungen liegt Bayern mit insgesamt 8 Centern, gefolgt von Baden-Württemberg mit 7 geplanten Shopping-Centern.  

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