Volle Einkaufswagen: Hornbach legte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres sowohl bei Umsatz als auch im Ertrag rasant zu.

Hornbach

Profitiert vom Shutdown

In einer Ad-Hoc-Mitteilung gibt die Hornbach-Gruppe bekannt, dass sowohl Umsatz als auch Ertrag im ersten Quartal des Geschäftsjahres (1. März bis 31. Mai 2020) sprunghaft gestiegen sind. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen ist der Konzernumsatz im Auftaktquartal um 17,8 Prozent auf 1,577 Mrd. Euro (Vj. 1.338 Mrd. Euro) gewachsen. Das um nichtoperative Ergebniseffekte bereinigte Betriebsergebnis (adjusted EBIT) erhöhte sich im Konzern um rund 78 Prozent auf ca. 173 Mio. Euro (Vj. 96,9 Mio. Euro).

Grund für die erhebliche Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen das starke Umsatzwachstum in den 160 Bau- und Gartenmärkten (DIY) des Teilkonzerns Hornbach Baumarkt AG. Im Zuge der Coronakrise war die DIY-Nachfrage der Kunden im stationären und Online-Geschäft seit Mitte März – begünstigt auch durch das freundliche Frühjahrswetter 2020 – erheblich gestiegen. Im Gegensatz zu den Möbelhäusern, die Pandemie-bedingt länger geschlossen werden mussten, wurde den Baumärkten in vielen Bundesländern Systemrelevanz attestiert, weil Fachhandwerker angeblich weiter Waren und Baumaterialien benötigten. Doch der Umsatz-Boom verrät, dass es auch ungewöhnlich viele Endverbraucher in die Baumärkte trieb, womit die DIY-Branche der Politik für das temporär geschaffene Monopol zu Dank verpflichtet sein kann.

Die größten Umsatzzuwächse wurden im Mai 2020 mit plus 34 Prozent erzielt (März 2020: minus 2 Prozent; April 2020: plus 17 Prozent), nachdem alle der anfänglich bis zu 64, von behördlichen Verkaufsbeschränkungen betroffenen Hornbach Bau- und Gartenmärkte wieder geöffnet worden waren.

Die im Geschäftsbericht 2019/20 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2020/21 bleibt dennoch vorerst unverändert. Der Vorstand verweist insoweit auf die erheblichen und schwer abschätzbaren konjunkturellen Risiken durch die Coronakrise im weiteren Geschäftsverlauf. Er hält es aus heutiger Sicht weiterhin für wahrscheinlich, dass die Konzernumsätze im gesamten Geschäftsjahr 2020/21 in etwa das Niveau des Geschäftsjahres 2019/20 (4,7 Mrd. Euro) erreichen werden und das um bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) leicht unter dem Vorjahreswert (227,0 Mio. Euro) liegen wird.

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