Schmidt Küchen

Produktion beeindruckt die Wirtschaftsministerin

Den Weg vom Werkstoff bis zur fertigen Küche, erlebte die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger während ihres Besuches am Dienstag, 3. Juli, im Stammhaus von Schmidt Küchen in Türkismühle. Mit Warnweste und Arbeitsschuhen versorgt, ließ sich die Politikerin unter der fachkundigen Führung von Produktionsleiter Christian Sendler verschiedene Arbeitsschritte erklären. Auch einige der hochtechnologischen Maschinen wurden genau unter die Lupe genommen – sodass sich die Politikerin ein umfängliches Bild machen konnte. Nach dem Rundgang führte der Weg in das Verwaltungsgebäude, wo Geschäftsführer Christian Kockler in einer kleinen Präsentation die wichtigsten Daten, Fakten und Visionen des zur Schmidt Groupe gehörenden Unternehmens vorstellte. In Sachen Industrie 4.0. gehört das deutsch-französische Familienunternehmen zu den Vorreitern. „Technologisch sind wir heute schon einen Schritt weiter als die Automobilindustrie aufgestellt. Wir können bezahlbare, industrielle Lösungen anbieten, die gleichzeitig aber auch extrem individuell sind. Die Digitalisierung unserer Fertigung ist sehr weit fortgeschritten. Allein in der IT-Abteilung sind über 100 Mitarbeiter tätig. Tendenz steigend“, so Kockler. Neben dem Küchensektor entwickelt sich bei Schmidt ein derzeit noch kleines, dafür aber sehr stark wachsendes Geschäftsfeld: die Wohnwelten und Bäder.

 

„Für mich als Saarländerin ist Schmidt eine Selbstverständlichkeit. Insofern ist es gut, dass man das, was so nahe liegt, noch einmal besser kennenlernt. Dass das Unternehmen weltweit so erfolgreich agiert, ist mir heute viel klarer und bewusster geworden. Und das macht mich wieder ein Stück weit stolzer. Auf den Betrieb, aber auch auf das Saarland als guten Wirtschaftsstandort“, erklärte Rehlinger.

Beim 1934 vom Saarländer Hubert Schmidt gegründeten Unternehmen sind am Standort in Türkismühle 172 Mitarbeiter beschäftigt. Der für einen Industriebetrieb hohe Frauenanteil – 29 Prozent – und der für einen klassischen Produktionsbetrieb äußerst geringe Altersdurchschnitt von 37 Jahren fiel der Ministerin positiv auf. Beachtenswert fand sie auch das Zusammenspiel der beiden Nachbarländer, die sich hier in einem Konzern treffen und ihn in einem Miteinander zum fünftgrößten europäischen Küchenhersteller haben wachsen lassen. Der Historie geschuldet bildet die Firmenkultur bei Schmidt eine Melange aus französischem Esprit und deutscher Qualität und konterkariert zugleich so manches Vorurteil. Die Steuerung der Produktion in Türkismühle verantwortet in Personalunion der Produktionsdirektor in Frankreich. Der Entwicklungschef dort ist wiederum ein Deutscher. Und im Übrigen ziehen die Mitarbeiter auf jeder Hierarchieebene im Elsass wie im Saarland an einem Strang.

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