Miele

Noch schärfere Corona-Maßnahmen in Gütersloh

Über 1.300 Corona-Infizierte bringen aktuell den Kreis Gütersloh in die Schlagzeilen – und steigern die Sorge aller, wie sich die lokale Krise im Zaum halten lässt. Während Wohnsiedlungen von Tönnies-Mitarbeitern mit Polizeiüberwachung unter Quarantäne gestellt sind, macht sich auch Unruhe bei den ansässigen Unternehmen wie Nobilia und Miele breit. Noch scheinen dort keine weiteren Infizierten bekannt zu sein, doch werden die ohnehin hohen Sicherheitsmaßnahmen nochmals überprüft und ggf. verschärft. Damit es nicht zu einer Infektionswelle kommt, hat Miele alle Mitarbeiter, die mit Tönnies-Beschäftigten in einem Haushalt leben oder in näherem Kontakt gestanden haben, gebeten, ihre Vorgesetzten darüber zu informieren. Diese haben dann mit Unterstützung des betriebsärztlichen Dienstes zu entscheiden, wer bis auf Weiteres zu Hause bleiben muss. Außerdem wird die Erweiterung der Maskenpflicht erwogen. Ab morgen werden alle Angehörigen von Fremdfirmen, die auf dem Miele-Gelände tätig sind, jeden Tag aufs Neue schon am Werkstor namentlich erfasst. Registriert werden die Fremdfirmen-Ausweis-Nummer, Zu- und Abgangszeiten, Arbeitsbereich und der jeweilige Koordinator bei Miele.

Die Büro-Beschäftigten sind angehalten, bis auf Weiteres im Home Office zu arbeiten. Daneben erfüllt Miele minutiös den am 16. April veröffentlichten Arbeitsschutzstandard SARS-CoV-2 des Bundesarbeitsministeriums. Dieser beinhaltet 17 Einzelelemente aufgegliedert in technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen, die bei Miele allesamt gewährleistet sind. Das bedeutet zum Beispiel: Wo der notwendige Mindestabstand nicht sicherzustellen ist, wurden technische Vorkehrungen (z. B. Trennscheiben aus Plexiglas) oder organisatorische Vorkehrungen (z. B. Ausdünnung des Personals, versetzte Schichten) getroffen. Soweit dann immer noch Mindestabstände nicht zuverlässig einzuhalten sind, besteht Maskenpflicht (wobei Miele durch Arbeitsrotation sicherstellt, dass nicht einzelne Beschäftigte zu lange mit Maske arbeiten müssen).

Die Kantinen sind geöffnet, dies aber mit erheblichen Einschränkungen. So besteht u. a. bei Betreten und Verlassen der Kantine Maskenpflicht, gibt es keine Selbstbedienung und wird auch das Besteck einzeln ausgegeben.

Nachdem im März Kurzarbeit gefahren wurde, wird bei Miele längst wieder auf Hochtouren produziert nicht zuletzt auch mit Blick auf die am 29. Juni beginnenden Betriebsferien, die dann auch das Corona-Thema vorübergehend abmildern.

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