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410 Beschäftigte sollen wieder in Pfullendorf starten.
19.12.2017 11:29 Uhr

Neue Alno GmbH 410 Beschäftigte sollen wieder in Pfullendorf starten

Nach der überraschenden Wende bei Alno durch Übernahme der britischen Investmentgesellschaft RiverRock erläutert Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann von der Kanzlei Anchor einige Details zum Kaufvertrag. „Wir freuen uns sehr, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun wieder Hoffnung schöpfen können. Beide Seiten haben mit großem Nachdruck intensiv und konstruktiv auf einen Abschluss hingearbeitet. Mit dem Vertrag haben wir eine sehr wichtige Etappe erreicht, aber wir sind noch nicht am Ziel. Nun müssen wir abwarten, dass wichtige Bedingungen erfüllt werden, damit der Vertrag wirksam wird“, so Hörmann. Dazu zählen u.a. die Zustimmung des Gläubigerausschusses, die Gründung einer Transfergesellschaft und die Genehmigung von Kurzarbeit durch die Agentur für Arbeit.

Der Vertrag sieht die Übernahme wesentlicher Vermögensgegenstände wie Maschinen, Grundstücke und Markenrechte im Zuge einer übertragenden Sanierung vor. Im Auftrag der RiverRock European Opportunities Funds werde das Unternehmen Watling Street Advisors nun entschlossen die Voraussetzungen schaffen, um die Produktion von Küchenmöbeln baldmöglichst wieder aufzunehmen.

Sind alle Hürden genommen, werden die Maßnahmen zum Anlaufen der Geschäftstätigkeit der neuen Gesellschaft mit dem Namen „Neue Alno GmbH“ angeschoben. Wenn die Produktion wieder anläuft, sollen rund 410 Beschäftigte, davon 34 Azubis für die Neue Alno arbeiten.

In der Übergangsphase wird Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit beantragt. Mitarbeiter, die nicht von der Neuen Alno übernommen werden können, sollen vertragsgemäß in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln.

Nur vier Tage nach Einreichung eines Kaufangebots sieht es also bei Alno in Pfullendorf wieder ganz anders aus. Dabei hatte es zuvor keinen einzigen Bieter gegeben, auch wenn es sich bei dem chinesischen Investor um einen ernsthaften Interessenten handelte. Riverrock hatte sich im übrigen bereits zuvor bei Alno engagiert, u. a. mit einem Massedarlehen zum Erhalt des Betriebes während der Insolvenz.

Für das Closing des Übergabeprozesses peilt Hörmann den 1. Januar an, was bedeutet, dass auch um die Feiertage herum aktiv am Fall Alno weitergearbeitet wird.

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