DCC-Fachbeirat Handel

Nächster „eCl@ss"-Milestone ist die Integration von Fachsortimenten

Um die initiale Befüllung des „eCl@ss"-Sachgebiets 50 auf Klassen- und Merkmalsebene für Möbel, die geplante Erweiterung auf Fachsortimente, die Entwicklung des fortgeschrittenen IDM-Formats 3.0 für Polstermöbel sowie Optionen für ein eigenständiges Datenformat für zusammengefasste Katalogdaten mehrerer Polstermöbelhersteller ging es beim jüngsten Treffen des Fachbeirates Handel des Daten Competence Centers (DCC). Rund 15 Teilnehmer waren auf Einladung von Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer zum Einrichtungspartnerring VME, der DCC-Mitglied ist, am 12. Juni nach Bielefeld gekommen.

Gastgeber Robert Schmandt, kaufmännischer Geschäftsführer des etwa 150 Gesellschafter starken Einrichtungspartnerring VME, stellte den Gästen „seinen" Verband vor, der sich aktuell vom klassischen Einkaufs- zu einem umfassenden Vermarktungsverband entwickelt.

In den Fokus seiner Ausführungen rückte Schmandt den Aufbau von Katalogen, in die bei VME immerhin Daten von über 1.000 Lieferanten einfließen. Hier sei die Fachkompetenz und Unabhängigkeit des DCC besonders wichtig und gefragt, als Handelshaus könne man immer auf Augenhöhe und konstruktiv mit der Branchenorganisation zusammenarbeiten.

Dr. Plümer konzentrierte sich in seinen Geschäftsbericht auf die Logistikinitiative „Zimlog" unter dem Dach des DCC. Im Unterschied zu der inzwischen weit entwickelten Datenkommunikation zwischen Küche/Bad, Polster, Wohnen und Handel gebe es auf Seiten der Logistik noch umfangreiche „Baustellen“.

Ein weiteres wichtiges Thema im Fachbeirat war der Austausch zur Klassifizierung. Hier ist die initiale Befüllung für die aktuelle „eCl@ss"-Version 10.1 im Sachgebiet 50 für Möbel bis auf Merkmalsebene abgeschlossen, so Dr. Plümer. Er hob das Engagement von Stefan Wilms (Morphe) hervor, dessen Arbeit auf der Unterstützung durch die Mitgliedsunternehmen des DCC fußt. Wilms übernahm dann auch Top 3: die geplante Ausdehnung der Klassifizierung im SG 50 auf die Fachsortimente. Hier gibt es gleich mehrere Herausforderungen: 1. sei die Produktpalette in den Fachsortimenten unglaublich variantenreich und umfassend, 2. sind viele Hersteller im Markt aktiv, 3. sind die technischen Beschreibungen als Basis der Merkmalsbefüllung ausgesprochen „dünn“ gesät, 4. ist die Gliederungsstruktur bei Fachsortimenten nicht mit den klassischen Möbelsortimenten Küche, Polster, Wohnen/Schlafen sowie Büro kongruent und schließlich 5. sind sehr viele der Produkte für „Fachsortimente für Wohneinrichtung“ bereits in anderen Sachgebieten klassifiziert (Leuchten unter Elektro, Teppiche unter Textil usw.).

Allen Anwesenden wurde deutlich vor Augen geführt, welche Anstrengungen bei der Klassifikation der Fachsortimente im Möbelhandel notwendig sind. Jedoch besteht ebenso klar Konsens, dass die Klassifikation dieser Sortimente zwingend erforderlich ist und eine gemeinsame „Sprache", sprich Struktur, schnell gefunden werden müsse. Dr. Plümer mahnte an dieser Stelle an, dass die Lieferanten von Fachsortimenten auf eine Kostenbeteiligung am Projekt angesprochen werden müssen, denn die Aufwendungen beteiligter Dienstleister seien über die jetzigen Mitglieder des DCC allein nicht zu stemmen.

Neu beim DCC ist Kerstin Richter, die über die Arbeit in den DCC-Arbeitskreisen berichtete. Beim AK stand das neue Format 3.0 im Mittelpunkt. Erfreulich daran seien eine grundlegende Entschlackung bzw. Säuberung des Formats von nicht mehr genutzten Features sowie Korrekturen im XML-Schema. Als Neuerung sei u.a. die Einbindung der „eCl@ss"-Klassifizierung eingeführt worden.

 

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