GPK Handelsverband Koch- und Tischkultur

Nachfrage im GPK-Bereich hält sich 2018 auf stabilem Niveau

Mit 6,16 Mrd. Euro Bruttoumsatz hält sich der Gesamtmarkt GPK/Hausrat zum Jahreswechsel 2018/ 2019 auf hohem Niveau. Leicht schwächer entwickelte sich der Gesamtmarkt der Elektro-Kleingeräte, von dem jedoch nur ein Teil der Küchen- und Haushaltsbranche zugerechnet wird. Bemerkenswert sind die Verschiebungen innerhalb der Bereiche und die stark abweichende Nachfrage in den einzelnen Monaten des abgelaufenen Jahres.

Am besten schnitt in der Marktbeobachtung des Instituts für Handels­forschung (IFH) der Bereich „Domus“ mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent und einem Marktvolumen von 2,06 Mrd. Euro ab. Hierzu zählen Wohnaccessoires, Dekoration und Geschenkartikel. Die Ausgaben für „Tavola“ stiegen um 0,4 Prozent auf 1,52 Mrd. Euro, wobei die Nachfrage nach Tafelgeschirr und Trinkglas um jeweils 5,5 Prozent schwächer ausfiel als 2017. Seinen vorläufigen Höhepunkt hat der Bereich „Cucina“ überschritten, der 2018 drei Prozent einbüßen musste und nun 2,59 Mrd. Euro umfasst. Der Umsatzrückgang betrifft insbesondere Koch-, Brat- und Backgeschirr, das viele Jahre lang stets für Zuwächse sorgte und noch vor einem Jahr als „Shooting Star“ unter den Sortimenten bezeichnet wurde.

Das Marktvolumen der Elektro-Kleingeräte sank um 1,8 Prozent auf 4,65 Mrd. Euro. Unerwartet legten die Kaffee- und Espressomaschinen ein weiteres Mal zu und überschritten souverän die Marke von einer Mrd.  Euro Umsatz, was einem Plus von 1,6 Prozent entspricht. Weiterhin auf Konsolidierungskurs befinden sich infolge einer ersten Marktsättigung die kochenden Küchenmaschinen.´

Fachgeschäfte standen im vergangenen Jahr für 36 Prozent des Branchenumsatzes, der Möbelhandel für 14 Prozent, SB-Warenhäuser und Verbraucher­märkte für 12 Prozent, Lebensmittelhandel und Discounter für 9 Prozent. Den Umsatzanteil von Pure-online-Playern könnte nur die Gesamtheit aller Hersteller und Importeure ermitteln. Er wird mit 12 Prozent angegeben. Immerhin noch 9 Prozent machen die Kauf- und Waren­häuser aus.

„Mit gleichen Serien und einheitlichen Konditionen in vielfältigen Vertriebsformen präsent zu sein funktioniert heute nicht mehr, stellt Christina van Dorp, Präsidentin des Handels­verbandes Koch- und Tischkultur fest. „Jeder Vertriebsweg hat seine spezifischen Aufwendungen und damit verbunden unterschiedliche Kostenstrukturen. Zugleich leisten die einzelnen Handelsformate unter­schiedlich viel für Markenhersteller.“ Entsprechend stellt sich die Frage, was Hersteller für ihre Vertriebspartner leisten. Beispiele sind verlässliche Neuheiten inklusive Marketingunterstützung und Verfügbarkeit von Daten und Ware.

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