Nobilia

Mit „Nobifit“ gegen den Monteurmangel

Der Mangel an Montage-Mitarbeitern im Küchen- und Möbelhandel brennt auch in Corona-Zeiten auf den Nägeln. Zum Jahresende wird dies nun, bei anhaltend hoher Nachfrage, umso brisanter. Deshalb ist es wohl kein Zufall, dass gerade jetzt Verbände wie MHK und KSV hier Initiative ergreifen – außerdem mobilisiert jetzt Nobilia als deutscher Marktführer sein Netzwerk zu diesem Thema. 

In einem Schreiben an den Handel ruft Geschäftsführer Dr. Oliver Streit die Offensive „nobifit“ aus (küchennews und Inside berichteten gestern zuerst). Dahinter steht eine echte Win-Win-Win-Idee, bei der gerade die derzeit besonders gebeutelten, teilweise auch existenzbedrohten Messebauer als Ressource genutzt werden. Immerhin sind die dort tätigen Mitarbeiter handwerklich und technisch versiert, verfügen über Erfahrungen in der Holzbearbeitung und oft auch über eine Tischlerausbildung. „Vielleicht können wir gemeinsam hier helfen, den Unternehmen sowie den Mitarbeitern eine neue Perspektive in schwierigen Zeiten zu ermöglichen“, bietet sich Nobilia als Vermittler in Krisenzeiten an. So wird gegen Ende der nächsten Woche eine Website an den Start gehen, über die sich potenzielle Interessenten aus Messebau und Küchenhandel melden können. Bereits jetzt ist dies per Mail über nobifit@nobilia.demöglich.

Zusätzlich unterstützt wird die Offensive durch Webinare, die Nobilia aktuell zu diversen Themen vorbereitet, um das Küchen-Know-how zu vermitteln. Die ersten werden ab KW 50 (7. Dezember) laufen. Eigens dafür werden mehrsprachige Videos gedreht, die das nötige Wissen der Küchenmontage vermitteln sowie Tipps auch in besonders reklamationsanfälligen Situationen geben. Überdies wurde bereits mit der Agentur für Arbeit Kontakt aufgenommen, um weitere Qualifizierungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Zugleich ist aber auch der Handel aufgerufen, die neuen Arbeitskräfte in die Praxis einzuführen.

Wie die Beschäftigungsverhältnisse dann aussehen, muss die jeweilige Umsetzung zeigen, so erklärt Dr. Streit im Gespräch mit moebelkultur.de. Vorstellbar ist eine feste Partnerschaft von Messebauunternehmen mit dem Möbel- und Küchenhandel oder auch die vorübergehende Beschäftigung von Arbeitskräften bis zu Festanstellungen. Immerhin gehe es um eine sichere Perspektive für die von Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit Betroffenen.

„Erste Kontakte zu den Spitzenverbänden dieser Industriezweige waren sehr positiv.“ So lautet das Feedback auf die Fachkräfte-Offensive. Gerade weil sich derzeit abzeichnet, dass sich auch 2021 viele Messetermine nicht realisieren lassen, bleibe das Engagement für die Küchenmontage nachhaltig, schätzt Streit das Potenzial ein.

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