Die Traditionsmarke Kettler musste zum dritten Mal Insolvenz anmelden.

Kettler

Meldet zum dritten Mal Insolvenz an

Damit hat keiner gerechnet: Die Kettler Freizeit GmbH und die Kettler Plastics GmbH haben heute beim Amtsgericht Arnsberg – zum dritten Mal in der Firmengeschichte - einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Erst im Juli 2018 war das zweite Verfahren angelaufen und im Dezember konnte die Lafayette Mittelstand Capital als neue Gesellschafterin gewonnen werden. Wie es aus dem Unternehmen heißt, bleibt der Investor weiterhin an Bord. Die Möglichkeiten zur Sanierung seien im vorherigen Verfahren nicht ausreichend genutzt worden, deshalb mache die aktuelle Situation diesen Schritt erforderlich.

Mit dem Sanierungsverfahren wurden die Kanzlei Lambrecht sowie die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfung beauftragt. Der Geschäftsbetrieb läuft erstmal uneingeschränkt weiter und die übrigen Gesellschaften der Kettler-Gruppe sind von dem Verfahren nicht betroffen. Sämtliche Mitarbeiter, die von dem Verfahren betroffen sind, wurden umgehend informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind bis Ende September über die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Geschäftsführer Olaf Bierhoff hat das Unternehmen bereits am Montag verlassen. Bernd Walczok, der bisher als technischer Geschäftsführer für Kettler tätig war, wird seine Aufgaben vorrübergehend übernehmen. Sowohl die Gesellschafterin, die Geschäftsführung als auch die Insolvenzverwalter sehen in der Marke Kettler nach wie vor großes Potenzial und werden daran arbeiten, dass das Unternehmen eine Zukunft hat.

Einen ausführlichen Bericht zur aktuellen Lage bei Kettler lesen Sie in der August-Ausgabe der "möbel kultur."

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