Der Blickfang-Designpreis ging an zwei junge Labels: Studio.drei aus Pforzheim und Johanna Otto Schmuckdesign aus München.

Blickfang Stuttgart

Mehr als 17.000 Besucher

Am vergangenen Wochenende lockte die Blickfang Stuttgart mehr als 17.300 Besucher in die neuen Locations Wagenhallen und Wizemann: 160 Designer präsentierten und verkauften vom 1. bis 3. November Möbel, Mode und Schmuck jenseits vom Stangenwaren-Allerlei. So konnten die Besucher jede Menge Lieblingsstücke mit Kanten und Charakter entdecken, durchmischt und inszeniert wie in einem gut gemachten Concept-Store.

Projektleiterin Verena Müller: „Egal ob auf der Mailänder Möbelmesse, der Dutch Design Week in Eindhoven oder in Berlin zu Fashion Week: Für gutes Design ist man immer bereit, alte Pfade in seiner Stadt zu verlassen und sich überraschen zu lassen. In Stuttgart hat die erste blickfang in zwei Orten bewiesen, dass auch unsere Blickfang-Besucher bereit sind, einen Weg auf sich zu nehmen und beide Hallen in Stuttgart Nord und in Bad Cannstatt zu besuchen.“

Auch Dieter Hofmann, Geschäftsführer und Gründer der Designmesse, freut sich: „Zum ersten Mal haben wir zwei Blickfang-Veranstaltungen innerhalb von sieben Monaten an einem Standort durchgeführt. Das Interesse in Stuttgart an gutem, unabhängig produziertem Design ist überwältigend und hat uns bestätigt, dass die zweite Blickfang 2019 die richtige Entscheidung war.“

Darüber hinaus erhielten Studio.drei aus Pforzheim und Johanna Otto Schmuckdesign den begehrten Designpreis als beste Aussteller der 28. Blickfang Stuttgart und sicherten sich insgesamt 2.500 Euro Fördersumme der D.E.S.I.G.N foundation. Damit ehrten die Juroren, Peter Ippolito, Managing Partner der Ippolito-Fleitz-Gruppe, Zoe Amor, Geschäftsführerin des Milk Wood Concept Stores in Stuttgart, Alexander Seifried, Gründer der UnternehmenForm GmbH und Architekt Stefan Rappold von Behnisch Architekten zwei junge Labels, deren Arbeiten besonders ins Auge gestochen sind.

Studio.drei aus Pforzheim, von Marleen Hecker, Luca Servetti, Andreas Winter erst 2018 gegründet, überzeugten die Jury mit ihren Porzellanarbeiten. Sie übersetzen die alte, traditionelle und aufwendige Brenntechnik Raku in die Moderne. Diese Technik verleiht den Gefäßen ihre unverkennbare Optik und Haptik. Durch ein spezielles Verfahren mit Bienenwachs werden die Gefäße verdichtet und dadurch spülmaschinenfest und alltagstauglich.

Bei Johanna Otto aus München stachen insbesondere die Kohärenz von Produktaussage und Handwerklichkeit ins Auge. Die unglaubliche Präzision, mit der die junge Schmuckdesignerin ihre Stücke selbst herstellt, wirkt dennoch nicht kalt, sondern geradezu sinnlich. Logisch und klar fügen sich bei ihrer Kollektion abstrakt flächige Formen ineinander und ergeben floral anmutende Körper. Diese architektonischen Details, die Klarheit und die dennoch vorhandene Komplexität haben die Jury überzeugt.

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