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06.02.2015 15:16 Uhr

Marketmedia 24 Onlineversender und Möbelhandel legen bei GPK/Haushaltswaren zu

Die großen Gewinner der letzten fünf Jahre bei der Vermarktung von GPK/Haushaltswaren lauten die Versender und die Online-Händler, die 8,4 Prozent beim Umsatz zulegten, sowie der Möbelhandel mit einem Plus von 1,5 Prozent. Fast alle anderen Vertriebswege büßten Umsätze ein. Während der GPK-Fachhandel mit einem leichten Minus von einem Prozent davon kam, brachen die Warenhäuser um 15 Prozent ein. So die Ergebnisse der aktuellen Kooperationsstudie "BBE-Markt:Monitor GPK/ Haushaltswaren 2014/2015" von der BBE Handelsberatung und Marketmedia 24.

Dass der Fachhandel, der im vergangenen Jahr 0,8 Prozent beim Umsatz verlor, stirbt, sei nur ein Teil der Wahrheit. Tatsächlich machen Preis- und Margendruck, Standortdiskussionen sowie der Wettbewerb auf allen Kanälen hauptsächlich traditionellen Fachhändlern für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur das Leben schwer. Doch in der Prognose geht es für diesen wieder aufwärts. In der Tat sind die Signale vom Markt in erster Linie dort sehr positiv, wo kreativ, erlebnisstark, kundennah und mit Konzept gehandelt wird, weiß Eva Barth-Gillhaus, Branchenexpertin von Marketmedia 24 und Autorin der Studie. Diese Lektion scheint der Fachhandel gelernt zu haben. Denn 25,3 Prozent Marktanteil hält dieser Vertriebsweg auch 2014 wieder in seinen Händen. Und damit allen Unkenrufen zum Trotz sogar einen leicht größeren Anteil als noch 2010. Das Erfolgsrezept: Wohl dem, der Gourmet inklusive Food, Genuss- und Kocherlebnisse als Kernkompetenz pflegt.

Wenn bei den Konsumenten GPK und Haushaltswaren auf dem Einkaufszettel stehen, dann kommt vor allem der Möbelhandel zum Zug. Denn beim Plankauf steigt dieser Vertriebsweg immer höher auf der Relevant Set-Leiter, weil sich der Fachhandel immer mehr als Spezialist profiliert und das Warenhaus sich selbst aus dem Rennen nimmt. So baute der Möbelhandel in der Rangliste der Distributionswege seinen sicheren Platz zwei auch 2014 weiter aus. Damit verbunden ist gegenüber 2013 ein leichtes Umsatzplus von 0,3 Prozent. Da überrascht es nicht, dass Marketmedia24 diesem Vertriebsweg für das positiv gestartete Living-Jahr 2015 eine weitere Stärkung seiner Marktstellung prophezeit.

Im Gegensatz dazu stagniert der Absatz der Nonfood-Artikel im Lebensmittelhandel zwischen 2010 bis 2014 bei rund 10 Prozent Marktanteil und verliert im gleichen Zeitraum 1,4 Prozent Umsatz. In der Kurzfristprognose für 2015 und 2016 sagt Marketmedia24 diesem Vertriebsweg einen weiteren Umsatzrückgang und sogar Marktanteilsverluste auf unter 10 Prozent voraus.

Da hilft auch der Preishammer nicht. Denn Nonfood ist bei den Kollegen vom SB-Warenhaus/Verbrauchermarkt bereits seit geraumer Zeit deutlicher rückläufig. Vergleicht man 2014 mit 2010 ist der Umsatz hier um 8,4 Prozent gesunken. Die Konzernzentralen ziehen daraus bereits ihre Konsequenzen, verkleinern Nonfood-Flächen, obwohl dieser Markt in Summe auch in naher Zukunft Zuwachs verspreche. Denn aktuellen Einschätzungen von Marketmedia24 zufolge wird das Gesamtvolumen für GPK/Haushaltswaren bis einschließlich 2016 auf über 8,4 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen anwachsen. Daran versuchen die Lebensmittelhändler verstärkt mit Category-Konzepten aus einer Hand zu partizipieren.

Chancen zum Beispiel für die Markenlieferanten, die mit entsprechenden Angeboten aufwarten, meint Dr. Thomas Roeb, Professor für Handelsbetriebslehre an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Mit Nonfood Flächen inklusive Handels Know-how helfen inzwischen auch Vertikale wie Butlers, Depot oder der Mehrbranchenverbund EK/Servicegroup dem Food-Handel und anderen Großflächen auf die Sprünge.

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