GfK

Konsumeuphorie wurde im Februar leicht ausgebremst

Nach dem vielversprechenden Start musste die Verbraucherstimmung in Deutschland im Februar den ersten Rückschlag verkraften: Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung sind deutlich zurückgegangen. Für März prognostiziert die GfK ein Minus um 0,2 Zähler im Vergleich zum Vormonat und rechnet mit einem Wert in Höhe von 10,8 Punkten. Fast alle Zugewinne aus dem Januar mussten somit wieder abgegeben werden.

Besonders stark hat die Konjunkturerwartung nachgelassen. Der Indikator fiel um 8,8 Zähler auf 45,6 Punkte. Im Vorjahresvergleich schlägt jedoch ein deutliches Plus von knapp 36 Zählern zu Buche, weshalb die GfK-Experten davon ausgehen, dass die Verbraucher weiter optimistisch bleiben. Das führen sie auf die exzellente Situation am Arbeitsmarkt, sinkende Arbeitslosenzahlen und viele offene Stellen zurück. Außerdem sei die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent und damit zum achten Mal in Folge gewachsen.

Nach zwei Anstiegen nacheinander musste auch die Einkommenserwartung im Februar einen Dämpfer hinnehmen. Mit drei Zählern fällt das Minus allerdings noch moderat aus. Aktuell liegt der Indikator bei 53,8, was ein Plus von knapp sechs Zählern im Vorjahresvergleich bedeutet. Das Niveau bleibt also nach wie vor hoch.

Mit einem Verlust von 4,1 Zählern hat die Anschaffungsneigung die Gewinne aus dem Januar wieder abgegeben und landete im Februar bei 56,3 Punkten. Im Jahresvergleich verzeichnet die GfK hier noch immer ein Plus von knapp fünf Zählern.

Ein Lichtblick bleibt die hohe Konsumlaune, denn nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Einzelhandelsumsätze 2017 nominal um 4,2 Prozent (real: 2,3 %). Mit der GfK-Prognose von 10,8 Zählern für März, landet das Konsumklima wieder auf dem Stand von Beginn des Jahres. Der reale private Konsum wird laut der Marktexperten dieses Jahr um etwa zwei Prozent steigen und damit in etwa den Vorjahreswert erreichen (2017: 2,1 %). Eine wichtige Grundlage sei der sich weiter sehr gut entwickelnde Arbeitsmarkt.

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