Gerade weil 2020 ein so gutes "Gartenjahr" war, sieht es für 2021 nicht ganz so gut aus, das machte Klaus Peter Teipel, klaus peter teipel research & consulting, heute auf dem virtuellen IVG Medientag Garten deutlich.

Industrieverband Garten

Kein Jahr wie jedes andere

Gerade weil 2020 ein so erfolgreiches Jahr für die Grüne Branche war, sieht es für 2021 nicht so gut aus. Auf dem 20. IVG Medientag Garten, der heute und morgen aufgrund der Corona-Pandemie virtuell stattfindet, blickte Klaus Peter Teipel, klaus peter teipel research & consulting, zurück und wagte eine Prognose für 2021. „Angesichts des erreichten Umfangs ist für den Gartenmarkt 2021 nicht von weiteren Zuwächsen auszugehen“, so der Experte. Wobei die Wachstumstreiber von 2020, die Gartenhartwaren, die Verlierer von 2021 sein werden.

Glänzende Zahlen erreichte die Grüne Branche im Corona-Jahr 2020. „In der Pandemie wurden marktübliche Mechanismen nahezu vollständig außer Kraft gesetzt“, so Teipel. „Aufgrund des Lockdowns verbrachten die Menschen mehr Zeit zu Hause, wodurch Wohnung und Garten verstärkt im Fokus standen und sinnstiftende Heimwerkertätigkeiten gefragt waren wie nie zuvor.“ Mit 20,7 Mrd. Euro (2019: 18,7 Mrd. Euro) erzielte der Gartenmarkt ein sehr gutes Ergebnis. Insbesondere die Gartenhartwaren (+16,2 %), der biologisch-chemische Bedarf (+14,3 %) und Lebendes Grün (+4,1 %) konnten deutlich zulegen. Besonders der E-Commerce legte 2020 mit knapp + 31 Prozent für Gartensortimente zu. Für 2021 wird ein E-Commerce-Umsatz von 1,5 Mrd. Euro erwartet.

Weil viele Käufe vorgezogen worden seien und die Sehnsucht nach Reisen, Gastronomie und Kultur auf Seiten der Bevölkerung ungebrochen sei, werden diese Ausgabenbereiche zur starken Konkurrenz, sobald es die Rahmenbedingungen zulassen. Das enge die finanziellen Spielräume die Grüne Branche 2021 ein. Besonders für Garten- und Balkonmöbel sei mit einem Minus zu rechnen . „Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Pandemie in vielfacher Hinsicht deutliche Spuren hinterlassen wird“, erklärt Teipel. In diesem Zusammenhang werde das „Jahrzehnt des Zuhauses“ Chancen und Herausforderungen für das stationäre wie auch das Online-Geschäft im eigenen Zuhause und damit auch für den Gartenbereich bieten.

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