ECC Köln

Jeder zehnte Online-Shopper von Betrug betroffen

Zahlen, die alarmieren: Jeder zehnte Online-Shopper hat schon einmal erlebt, dass seine Zahlungsdaten für betrügerische Zwecke genutzt wurden. Das zeigt die ECC-Payment-Studie, mit der das ECC Köln und Prof. Dr. Malte Krüger den Payment-Markt aus Sicht von Online-Shoppern und Shop-Betreibern unter die Lupe nehmen. Die Kreditkartenzahlung bietet aus Konsumentensicht das größte Risiko: Rund 35 Prozent der von Betrug betroffenen Online-Shopper machten diese Erfahrung, als sie mit Kreditkarte zahlten. Aber auch wenn PayPal (24 %) oder Vorkasse (19 %) genutzt werden, kommt es zu Missbrauch der Zahlungsdaten.

„Dass die Zahlung sicher abläuft und die eigenen Daten vor Missbrauch geschützt sind, ist für Konsumenten das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Zahlungsverfahrens. Wie zufrieden Shopper mit der Bestellung insgesamt sind, wird zudem direkt von der Zahlungssicherheit beeinflusst. Diese müssen Payment-Anbieter und Onlinehändler also in jedem Fall gewährleisten“, so Mailin Schmelter, Teamleiterin am ECC Köln.

Eine Maßnahme, um die Sicherheit beim Online-Payment zu erhöhen, ist die EU-Richtlinie zur doppelten Authentifizierung bei Kartenzahlungen, die seit Januar 2018 gilt. Tatsächlich kennt aber nur jeder achte Konsument die neuen Bestimmungen. Insgesamt fühlen sich Konsumenten beim Bezahlen im Internet heute dennoch deutlich sicherer als noch vor einigen Jahren: Sicherheitsbedenken haben aktuell etwa 22 Prozent der Online-Shopper (2013: 37 %).

Auf Onlinehändlerseite werden im Schnitt drei Prozent der Bestellungen als Betrug eingestuft – besonders oft, weil Kunden Fake-Identitäten oder falsche Adressen angeben. Diese beiden Betrugsarten zählen für nahezu jeden zweiten befragten Händler zu jenen, die am häufigsten vorkommen. Auch Bonitäts- und Kreditkartenbetrug registrieren Online-Shop-Betreiber oft.

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