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Mit Elan gestartet und jetzt am Ende: Die ITR wird einen Mitgliederbeschluss umsetzen und sich zügig auflösen.
05.01.2018 10:25 Uhr

Initiative Textile Räume "Muss" jetzt zügig aufgelöst werden

Es geht nicht weiter: Die Initiative Textile Räume e.V. (ITR) „muss" sich schon bald auflösen und wird es zügig tun. Im September 2017 hatte sich die Mehrheit der Mitglieder aufgrund von Mitgliederschwund und fehlender Branchen-Solidarität dafür ausgesprochen, die gemeinsame PR-Arbeit trotz guter Erfolge vorerst nicht weiter zu führen. Stattdessen sollte eine Neuausrichtung der ITR vollzogen werden. Mit einer verlässlichen Marktstatistik für den Bereich der Wohntextilien sollten belastbare Zahlen für Deko- und Bezugsstoffe (ohne Haustextilien) generiert werden, sofern sich mindestens 20 Firmen bis Jahresende 2017 für eine solche Marktstatistik für Deutschland, Österreich und die Schweiz aussprechen. Diese Teilnehmerzahl ist nicht zustande gekommen, obwohl über 120 Firmen im In- und Ausland (ITR-Mitglieder und Externe) mit umfangreichem Material angesprochen wurden. Entsprechend des Mitgliederbeschlusses, muss die ITR nun aufgelöst werden.

„Wir bedauern diesen Schritt sehr, da sich einige Mitglieder über die vergangenen drei Jahre sehr ins Zeug gelegt haben. Die ITR hat es mit der #GibDirStoff-Kampagne geschafft, Verbraucher in einer zuvor nie dagewesenen Breite und Tiefe zu erreichen und einen Imagewandel zu bewirken. Aber die Branche bringt nicht die notwendige Geduld auf, der es bedarf, um eine Veränderung im Kaufverhalten zu spüren“, kommentiert Joachim Stock, Vorsitzender des Vorstands der ITR, das zu frühe Ende der Brancheninitiative.

„Bedauerlich ist, dass die ITR trotz fabelhafter Ergebnisse ihre Aktivitäten einstellen muss. Aber wenn die Mehrheit der Branche nicht an einem Strang zieht, um Verbraucher für Wohnstoffe zu begeistern, fehlt es schlichtweg an dem notwendigen Budget um langfristig etwas zu bewegen“, fügen Andreas Klenk und Thomas Schmölz, die beiden weiteren Vorstandsmitglieder, hinzu.

Die Presseaktivitäten der #GibDirStoff-Kampagne erzielten eine Gesamtauflage von fast 18 Mio. Abdrucken, über 146 Mio. Online-Aufrufe und einen Anzeigen-Äquivalenzwert von knapp 4 Mio. Euro. Das Online-Magazin hatte bislang 180.000 Aufrufe und 70.000 Nutzer. Per Facebook wurden 5 Mio. und per Instagram 80.000 Kontakte erreicht.

Die Auflösung des Vereins wird nun zügig umgesetzt. Was mit der Marke #GibDirStoff und dem Online Magazin gib-dir-stoff.com geschieht, das neben einer Händlersuche zahlreiche umfassende Artikel, Informationen und Anregungen für Verbraucher bereithält, ist noch nicht geklärt.

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