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Ikea Deutschland-Chef Peter Betzel über die Strategie der Schweden.
23.05.2017 08:21 Uhr

Ikea Die Strategie der Schweden

Ikeas Expansionskurs geht weiter: Rund 20 weitere Einrichtungshäuser sollen allein in Deutschland noch entstehen. Damit erhöht sich die Zahl auf 70. Zuletzt ging mit Wetzlar die Nummer 52 an den Start, im Herbst folgt Kaarst – das bisher nachhaltigste Haus. Ikea steht dafür, immer wieder neue Dinge auszuprobieren: So ist das Gebäude in Wetzlar eingeschossig, mit dem Restaurant in einem Innenhof im Zentrum. Auch das Inner-City-Konzept in Hamburg-Altona kam in der Hansestadt gut an. Ikea Deutschland-Chef Peter Betzel berichtet im Interview mit „Der Handel“ (05/2017): „Wir haben aus Altona gelernt, dass wir viel weniger Platz brauchen als ursprünglich geplant, weil viele Menschen uns auch zu Fuß besuchen, etwa mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dennoch lässt sich auch dort das volle Sortiment anbieten, nachdem wir zunächst mit einem kleineren gestartet waren.“

Die Strategie der Schweden ist klar: Nicht in Kanälen denken, sondern aus Sicht der Kunden entscheiden, welches die richtigen Vertriebskanäle sind. „Unsere Strategie darf sich nicht daran ausrichten, was wir wollen, sondern daran, was unsere Kunden wollen.“ Und dennoch – verschiedene Kanäle werden natürlich angeboten. Die Besucher können vor Ort zum Beispiel das „Click&Collect“-Angebot nutzen, bei dem sie die Ware abholen, die sie vorher im Internet gekauft haben. Die Digitalisierung gebe den Kunden ein größeres Portfolio an Entscheidungsmöglichkeiten, heißt es in dem Interview. Für das neue Angebot hat das Unternehmen extra Marktlager in Hamburg und Berlin geschaffen, da der Transport so schneller, kostengünstiger und besser für die Umwelt ist. „Diese Regionalisierung werden wir weiter vorantreiben.“

Den meisten Umsatz macht Ikea weiterhin im stationären Handel. 88 Prozent der verkauften Ware wird direkt in den Häusern eingekauft und mit nach Hause genommen – 12 Prozent werden bestellt. „Vielleicht steigt dieser Anteil auf 20, 30 oder sogar 50 Prozent. Trotzdem wird selbst bei 50 Prozent das Meiste über das Erlebnis im Einrichtungshaus generiert. Dieses wird eine noch größere Rolle spielen, ganz gleich, auf welchem Weg die Kunden am Ende einkaufen“, sagt der Ikea Deutschland-Chef.

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