Interstuhl

Hofft noch auf Übernahme von Rolf Benz

Am Donnerstag verkündete die Hülsta-Gruppe, dass die Polsterbrand Rolf Benz an den chinesischen Investor Kuka Investment and Management Co. Ltd. geht, einer Tochtergesellschaft von Jason Furniture (Hangzhou). Heute meldet sich Interstuhl-Geschäftsführer Joachim Link mit einem offenen Brief an Presse und Politik.

Trotz eines vergleichbaren Angebots hat Interstuhl nicht den Zuschlag erhalten, was für Joachim Link unverständlich ist: „Die Synergien zwischen unserem Unternehmen Interstuhl und dem Unternehmen Rolf Benz wären extrem hoch – aufgrund der komplementären Produkte, Vertriebsschienen und Märkte und der großen Synergien im operativen Bereich, nicht zuletzt wegen der räumlichen Nähe“, heißt es in dem Brief. Er befürchtet mit der Übernahme des chinesischen Investors einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen am Standort Nagold, eine Platzierung der in China produzierten Möbel in Deutschland und Europa sowie negative Folgen für Mitarbeiter, Managementführung und Unternehmenskultur, da ein familiengeführtes Unternehmen in staatlich gelenkte Konzernhände fällt.

Bisher hat es noch kein Closing für das Angebot gegeben, sodass Joachim Link die Hoffnung hat, durch politischen Einfluss doch noch eine Wende in dem Prozess herbeiführen zu können. „Interstuhl ist auf jeden Fall nach wie vor bereit, den Deal abzuschließen und damit Verantwortung für die Region, die Branche, die Fa. Rolf Benz zu übernehmen.“

Lesen Sie hier den kompletten Brief.

Von Rolf Benz bzw. Hülsta war bislang nichts weiter zu dem Deal zu erfahren, auch nicht auf Nachfrage von moebelkultur.de. Am Donnerstag hatte es lediglich eine kurze Pressemitteilung gegeben, die noch viele Fragen offen lässt.

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