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31.08.2017 12:28 Uhr

Heimtextil Trends 2018/19 "The future is urban"

Im Live-Stream präsentierten die Heimtextil-Macher gestern nachmittag in Frankfurt die Trends für die Saison 2018/19. Mit dabei waren neben Heimtextil-Messe-Chef Olaf Schmidt und Thimo Schwenzfeier, Leitung Marketingkommunikation Heimtextil, auch die Mitglieder des Trend Table Kate Franklin (FranklinTill Studio), Anne Marie Commandeur (Stijlinstituut Amsterdam) und Anja Bisgaard (Spott Trends & Business). Das Motto der vier Haupt-Trends, die im kommenden "Theme Park" auf der Heimtextil im Januar 2018 praxisnah inszeniert werden, lautet "The future is urban". Urbanisierung ist eines der entscheidenden Schlagworte unserer Zeit. Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Tendenz steigend. Das bedeutet, so führte Kate Franklin in ihrer Präsentation aus, dass wir auf immer kleinerer Fläche leben müssen, die sich immer flexibler unseren Bedürfnissen anpassen muss. Gleichzeitig werden die Zeiträume, die moderne Nomaden in ihren Wohnungen verbringen immer kürzer. Designer, Architekten und Planer sind also gefordert hierfür neue Lösungen zu entwickeln (Trend: „The Flexible Space“).

Der nächste Trend heißt: „The Healthy Space“. Denn längst wissen wir, welch tiefgreifenden Einfluss die Räume, in denen wir leben, arbeiten, lernen und entspannen, auf unser Wohlbefinden haben. Designer, Architekten und Materialkundler suchen verstärkt nach innovativem Design, das unsere Gesundheit, Zufriedenheit, Achtsamkeit und Produktivität fördert. Von der Integration von Pflanzen im Innenbereich (jede Pflanze steigert unsere Produktivität um 15 Prozent!) bis hin zu neuen Wellness-Richtungen – der gesunde Raum ist auf dem Vormarsch.
Ein weiteres Phänomen der Urbanisierung ist das rasant steigende Müllaufkommen. Zum ersten Mal in der Geschichte wächst die städtische Abfallproduktion schneller als die Urbanisierung selbst. Zur Bewältigung dieser enormen Müllberge müssen die Städte der Zukunft erkennen, dass Abfall gleichzusetzen ist mit Ressourcen. Somit wird unser Abfall zum Ausgangspunkt für neues Design. Daraus ergibt sich der Trend: „The Re-Made Space“.

„The Maker Space“ lautet der letzte und vierte Trend. Hier geht es um die große Maker-Bewegung, die derzeit eine kleine Revolution bei der Herstellung von Interieur-Objekten auslöst. Das könnte die Produktion grundlegend verändern, insbesondere aufgrund der Demokratisierung der digitalen Fertigungstechnologie. DIY-Anleitungen, Open-Source und downloadbare Designs machen es möglich, dass jeder überall seine eigenen, personalisierten Produkte entwickeln kann.

Auch einen Ausblick auf die angesagten Farben, Materialien und Designs der Saison 2018/19 liefern die Trendexperten. Unterteilt in fünf Oberbegriffe: 1. Relax/Recharge, 2. Perfect Imperfektion, 3. Soft Minimal, 4. Adapt+Assemble und 5. Urban Oasis.

Dabei spielen die (Licht-)Farben Blau und Rot eine wichtige Rolle. Blau als Energiespender und Rot als beruhigende Komponente (Relax/Recharge). Wiederentdeckt wird Indigo, eines der ältesten Färbemittel der Welt. Ebenfalls ein Blauton, der im japanischen Wabi-Sabi viel zum Einsatz kommt, und für das Unvollkomme steht, das die Spuren der Herstellung offenbart. Soft Minimal konzentriert sich auf Inneneinrichtungen und Produkte, die durch Funktionalität überzeugen und ein Leben lang wertgeschätzt werden. Wohlige Stoffe – Wolle, Filz, Leinen und Bouclégarn – verleihen der minimalistischen Wohnung Wärme und Persönlichkeit. In zurückhaltender, pastellener Farbpalette. Von Überflüssigem befreit, überzeugen die Designs beim Trend „Adapt+Assemble“ durch geometrische und austauschbare Formen und Materialien, die sich schnell verpacken und transportieren lassen – Reisen und Umziehen leicht gemacht. Die Textiltechniken sind simpel und verlässlich, knallige Primärfarben sorgen für ein spielerisches Erscheinungsbild. Designer verwandeln Innenräume in grüne Oasen, um mit Hilfe der Natur ein gesteigertes Wohlbefinden beizuführen. Unter dem Oberbegriff Urban Basis rückt Grün als erholsamste Farbe für das Auge in den Fokus. Üppige Grünschattierungen werden eingesetzt, um Körper und Geist zu erfrischen. Dunkles Wald- und Salbeigrün wird mit mattem Rosa gemischt. Texturen, die die Natur nachahmen, sorgen für eine volle, weiche Happig.

Alle Trends sind nachzulesen im neuen Trendbuch (https://www.heimtextil-theme-park.com/de-the-book/) sowie in der Oktober-Ausgabe der „möbel kultur“. Einen ersten Eindruck vermittelt die Bilderstrecke. 

Auch über den "Theme Park" und die Heimtextil Trends 2018/19 hinaus greift die Messe das Thema "The future is urban" auf: Mit ihrem neuen Ausstellungsformat "Interior.Architecture. Hospitalis Expo" liefert die Heimtextil Antworten auf Fragen nach urbanem, nachhaltigem Design sowie brandschutzrechtliche und bauphysikalische Anforderungen. Ausgewählte Anbieter präsentieren im exklusiven Rahmen der neuen Expo in der Halle 4.2 ihre textilen Produkte und Materiallösungen. Sie richten sich damit gezielt an Innenarchitekten, Hoteliers und Objektplaner.

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