Steinhoff

Hat Vertrauen zurückgewonnen

Wie es um Steinhoff steht, wollten die Abgeordneten des südafrikanischen Parlaments wissen. Und sie erfuhren gestern bei einer Anhörung von der amtierenden Aufsichtsratschefin Heather Sonn und von Geschäftsführer Louis du Preez, dass die Gefahr eines Zusammenbruchs vorerst abgewendet sei, nachdem die Gläubiger die Laufzeit ihrer Kredite verlängert und dem Unternehmen drei Jahre Restrukturierung gewährt haben.

Entscheidend sei, Unternehmensteile so zu verkaufen, dass am Ende mit verbliebenen die Schulden bedient und Geld verdient werden könne. Zudem sei man auf gutem Weg den Bilanzskandal aufzuarbeiten. So sollen die externen PwC-Prüfer ihre Untersuchung bis Ende 2018 „im Wesentlichen“ abgeschlossen haben und die verschobene Bilanzvorlage für das abgelaufene Geschäftsjahr soll ebenfalls bis Ende 2018 vorliegen, die geprüften Ergebnisse für den laufenden Berichtszeitraum bis Januar 2019 folgen.

Auch nach dem Verkauf von Poco und den Kika/Leiner-Häusern gehören zu Steinhoff noch rund 40 Marken, darunter Conforama, Mattress Firm und Poundland.

Die Anleger beruhigten diese Informationen, die Steinhoff-Aktie gehörte gestern zu den Tagesgewinnern. Der Kurs schoss um über 26 Prozent in die Höhe und ging mit 17 Cent aus dem Handel. Morgen, am 31. August, will der Konzern, so das Finanzportal Ariva.de, neue Geschäftszahlen vorlegen.

Nach wie vor im Raum steht allerdings eine Anfang August vor dem High Court in Johannesburg eingereichte Sammelklage gegen den Steinhoff-Konzern wegen des Bilanzskandals.  Das vorläufige Volumen der Klageschrift der südafrikanischen Kanzlei LHL Attorneys liegt bei etwa 12 Mrd. Euro.

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