Seit dem Spatenstich im Oktober 2018 wurden auf dem 186.000 qm großen Logistik-Grundstück 350.000 Kubikmeter Erdmassen bewegt.

Für den Neubau wurden 24.000 Kubikmeter Beton gegossen, 2.100 Tonnen Stahl verarbeitet sowie 95 Kilometer Rohrleitungen und 220 km Strom- und Datenkabel verlegt.

Damit sich der Hallenkomplex besser in das Landschaftsbild einfügt, wurden auf dem Areal 370 Bäume und 280 Sträucher gepflanzt. Wegen der besonderen ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Qualität ist das Logistikzentrum nach dem Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert.

Hermes Einrichtungs Service

Großstück-Hub in Ansbach geht in Betrieb

Gelungener Start in einer außergewöhnlichen Zeit: Die Hermes Fulfilment Ansbach GmbH und der Hermes Einrichtungs Service haben ihr neues Logistikzentrum im fränkischen Ansbach in Betrieb genommen. Mit einer Gesamtfläche von 76.000 qm – das entspricht in etwa zehn Fußballfeldern ‒ handelt es sich um eine der größten neu entwickelten Immobilien in Bayern. Zugeschnitten ist die hochmoderne Anlage auf die logistische Abwicklung von Möbeln, Elektrogroßgeräten und sonstigen sperrigen Gütern.

Der Gebäudekomplex in Ansbach besteht aus zwei Hallen. Mit 53.000 qm wird Hermes Fulfilment, der Spezialist für Versandhandelslogistik in der Otto Group, gut zwei Drittel der Fläche für die Lagerung und Kommissionierung der Otto-Ware nutzen. An 47 Toren können die per Lkw angelieferten Großstücke entladen werden. Der überwiegende Teil wird in bis zu 12,40 m hohen Regalen gelagert. 52.500 Europaletten-Stellplätze, die mit Schubmaststaplern bedient werden, stehen dafür zur Verfügung. Hinzu kommen 20.000 qm Blocklagerfläche. Insgesamt beläuft sich die Lagerkapazität auf etwa 40.000 Kubikmeter.

Über einen Zwischenbau ist das Lager mit der 15.000 qm großen Hauptumschlagbasis (Hub) verbunden, die der Hermes Einrichtungs Service betreibt. Neben Großstücken aus dem angegliederten Lager werden hier auch Waren zahlreicher Auftraggeber direkt für den Weiterversand an mehr als 60 Lieferdepots umgeschlagen. Der Hub-Betrieb verfügt über 24 Wareneingangs- und 84 Warenausgangstore, an denen im Normalbetrieb rund 180 Lkw pro Tag be- und entladen werden. Bis zu 10.000 Möbel- und Großgerätebestellungen können täglich logistisch abgewickelt werden und erreichen von Ansbach aus Endkunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Auf weiteren 8.000 qm sind Büros, Sozialräume, Technik und die Kantine für beide Unternehmen untergebracht.

Uwe Göttfert, Standortleiter beim Hermes Einrichtungs Service, sieht in dem Neubau eine wichtige Ergänzung der Abwicklungskapazitäten. „Als Marktführer im Zwei-Mann-Handling liefern wir für den besonders im Bereich Möbel stetig wachsenden Onlinehandel. Dank des zusätzlichen Standorts in Süddeutschland haben wir die Grundlage für weiter wachsende Abwicklungsmengen geschaffen und konnten unsere Logistikprozesse nochmals optimieren.“

Das neue Hermes-Logistikzentrum liegt im Gewerbepark Ansbach-West, in unmittelbarer Nähe der Autobahn 6, die Saarbrücken über Mannheim und Heilbronn mit Nürnberg verbindet. Die Anschlussstelle „Herrieden“ ist nur wenige Hundert Meter vom Logistikzentrum entfernt. Auf dem Außengelände ist Platz für 268 Container bzw. Wechselaufbauten und 92 Lkw. Das Parkhaus verfügt über 220, der Parkplatz über 216 Pkw-Stellplätze.

"Alle am Bau Beteiligten und die örtlichen Behörden haben mit einem hohen Arbeitseinsatz alles dafür getan, das Gebäude termingerecht fertigzustellen. Trotz Corona-Pandemie haben wir es geschafft, das Logistikzentrum pünktlich hochzufahren“, macht Volker Weidemann, Geschäftsführer von Hermes Fulfilment Ansbach, auf eine Herausforderung aufmerksam, die Anfang des Jahres noch nicht abzusehen war. „Früher als geplant konnten wir in den vollständigen Auslieferungsbetrieb übergehen und die gestiegenen Kundenbedürfnisse erfüllen.“ Derzeit sind rund 200 Mitarbeiter in der Anlage beschäftigt. Die Zahl soll kontinuierlich steigen. Bis zu 400 Arbeitsplätze sind in Peak-Phasen vorgesehen. Gesucht werden aktuell vor allem Fachkräfte für Lagerlogistik. Volker Weidemann rechnet damit, dass das Logistikzentrum von Ende Juli 2020 unter Volllast laufen wird.

Diese Seite teilen