Wellemöbel

Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Grünes Licht für die Restrukturierung der Wellemöbel-Gruppe: Die Gläubiger der Wellemöbel GmbH, der Howelpa Logistik GmbH und der MF Bad Lippspringe GmbH haben dem Insolvenzplan, der die Entschuldung des Unternehmens regelt, zugestimmt. Dies erfolgte im Rahmen des Erörterungs- und Abstimmungstermin in den Gläubigerversammlungen vom 30. Juni 2015 vor dem Amtsgericht Paderborn, so das Unternehmen.

Da auch das Amtsgericht Paderborn die Insolvenzpläne bestätigt hat, kann jetzt das Zukunftskonzept, das zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp und in Abstimmung mit dem Sachwalter Rechtsanwalt Stefan Meyer erarbeitet wurde, weiter umgesetzt werden. Die Lieferanten erhalten für ihre Forderungen unter Berücksichtigung ihrer Absonderungsrechte (Eigentumsvorbehaltsrechte) eine Befriedigungsquote von bis zu 30 Prozent. „Mit der Planbestätigung haben wir fast die Ziellinie erreicht. Nun erwarten wir für Ende August die Aufhebung des Verfahrens durch das Paderborner Amtsgericht“, so Geschäftsführerin Anna Sommermeyer-Rickert.

Die zentrale Kernaussage des Konzepts ist die Ausrichtung als Systemeinrichter. „Mit unserem Sanierungskonzept konnten wir die Wellemöbel-Gruppe in kurzer Zeit wieder wettbewerbsfähig aufstellen. Ich sehe eine gute Zukunft für das Unternehmen. Mein Dank geht an alle Beteiligten, die zum Fortbestand der Unternehmen beigetragen haben“, so Dr. Jasper Stahlschmidt von Buchalik Brömmekamp, der als Sanierungsgeschäftsführer zusammen mit Daniel Meintz die Unternehmen während der Sanierungsphase begleitet hat. Und Sachwalter Stefan Meyer ergänzt: „Die Rettung und Sanierung der Wellemöbel-Gruppe konnte trotz schwieriger Ausgangsbedingungen nur gelingen, weil die Kunden, Verbände und Lieferanten dem Unternehmen die Treue gehalten haben und die Umsatzziele auch in den letzten sieben Monaten während des Verfahrens gehalten werden konnten.“

Die Geschäftsführung stellte Ende November 2014 einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Verfahren wurde am 28. April 2015 eröffnet.

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