HDE

Fordert Entlastungen bei der Gewerbesteuer

Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt den Entschließungsantrag für Steuererleichterungen des bayrischen Finanzministers, der heute dem Bundesrat vorliegt. Die vorgeschlagene Teilanrechnung der Gewerbesteuer auf die Körperschaftsteuer bedeutet für viele Handelsunternehmen eine Steuerentlastung.

„Die Hinzurechnungen von Mieten und Pachten bei der Gewerbesteuer sorgen dafür, dass viele Händler auch in Jahren ohne Gewinn zur Kasse gebeten werden. Mit dem bayrischen Vorschlag im Bundesrat würden die für die Händler manchmal existenzgefährdenden Effekte zumindest abgeschwächt“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Hinzurechnungen seien in Zeiten vielerorts sinkender Kundenfrequenzen vor allem für die kleineren Händler ein Problem. Oft erhebe die Finanzverwaltung auch auf zusätzliche Kosten, die der Händler neben der Miete selbst tragen müsse, Gewerbesteuer. Dazu zählen Aufwendungen für Wartungs- und Reinigungskosten, die Müllbeseitigung oder den Hausmeister.

Langfristig befürwortet der HDE eine grundlegende Reform der Gewerbesteuer inklusive einer Abschaffung der Hinzurechnungen. Gerade mit Blick auf die steigenden Einnahmen sei der Zeitpunkt günstig, diese ungerechten Regelungen zu streichen. Das Statistische Bundesamt hatte berichtet, dass die Kommunen im Jahr 2016 eine Mrd. Euro mit Gewerbesteuern eingenommen haben. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

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