Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbandes Koch- und Tischkultur, ist eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Fachhändlern wichtig. Foto: GPK

Handelsverband Koch- und Tischkultur

Fordert eine Abschaffung der Mindestbestellmengen

Die sofortige Abschaffung der unter den Lieferanten weit verbreiteten Mindestbestellmengen und der Mindermengenzuschläge fordert der Handelsverband Koch- und Tischkultur (GPK). Denn will der Handel diesen Aufpreis umgehen, muss er Bestellungen sammeln und seine Kunden warten lassen, bis die vom Hersteller geforderte Mindestmenge erreicht wurde. Oder er muss seinen Kunden einen Zuschlag berechnen. Die Endverbraucher möchten aber oftmals weder auf das Produkt eine unbestimmte Zeit warten, noch mehr Geld dafür ausgeben. Dadurch verlieren die Händler vor Ort verlieren neben dem Umsatz oft auch Kunden.

Viele Hersteller bieten ihre Ware, unabhängig von Quantität und Qualität, im eigenen Onlineshop zu konkurrenzlosen Konditionen an. Nach Ansicht des GPK verzerrt dieses Vorgehen den Wettbewerb unter Missachtung des Fachhandels, in dem die Ware letztendlich erlebbar gemacht wird.

"Es kann nicht sein, dass die Lieferanten einerseits den Abverkauf ihrer Produkte im Handel durch ihre unflexible Geschäftspolitik erschweren, andererseits wiederum genau damit ihre eigenen Onlinestores pushen", erklärt Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbandes Koch- und Tischkultur. "Unseren Fachhändlern ist eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Lieferanten existentiell wichtig, schließlich präsentieren sie die Hersteller-Marken am POS. Dieses Verständnis der Zusammenarbeit schafft erst die Basis für eine partnerschaftliche Win-Win-Situation."

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