Startseite > News > Flechthandwerk: Auf dem Weg zum Unesco-Kulturerbe
Das Flechthandwerk hat der bayerische Ministerrat für die Aufnahme in das Bundesverzeichnis des immateriellen Unesco-Kulturerbes vorgeschlagen. Foto: Bundesinnung/Siegfried Katz
27.04.2016 09:17 Uhr

Flechthandwerk Auf dem Weg zum Unesco-Kulturerbe

Früher galt der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“. Doch immer mehr der traditionellen Handwerkskunst verschwindet heute von der Bildfläche. Um so mehr freut es Bundesinnungsmeister Siegfied Katz, dass sich der Ministerrat des Landes Bayern dafür ausgesprochen hat, das Flechthandwerk ins Bundesverzeichnis des immateriellen Unesco-Kulturerbes aufzunehmen. Der Entscheidung in München war eine umfassende Begutachtung durch ein hochrangiges Expertenteam vorausgegangen. Über die Neuaufnahmen in das Bundesverzeichnis wird die Kultusministerkonferenz Anfang 2017 in Abstimmung mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien abschließend entscheiden. 

Das Flechthandwerk habe sich über Jahrtausende weiterentwickelt. Diente es ursprünglich der Herstellung von funktionalen Gebrauchsgegenständen für den täglichen Bedarf, darunter sogar Wohnräume und Boote, sind es heute eher dekorative Elemente aus modernen und klassischen Materialien, die durch Farbenspiel und Formgebung überzeugen. Da das Flechthandwerk auf der ganzen Welt verbreitet ist, rechnet sich die Bundesinnung nun gute Chancen aus, auch internationale Anerkennung zu finden. „Mich freut vor allem, dass unser Handwerk auch durch Wissenschaftler als schützenswertes Kulturgut eingestuft wird“, kommentiert Katz die positive Entscheidung, „denn das Flechten ist eine Basiskultur der Menschheit.“

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