Electrolux

Fährt die Hausgeräte-Produktion in Italien herunter

Zu Auswirkungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise nahm gestern Electrolux Stellung. So geht der schwedische Hausgerätekonzern von wesentlichen finanziellen Einbußen im ersten Halbjahr 2020 aus. Ein Problem ist die Unterbrechung der Lieferkette aus China, wo Electrolux erhebliche Mengen an Zulieferprodukten und Komponenten bezieht. Insgesamt habe die Krise im ersten Quartal 2020 zu Lieferverzögerungen, höheren Logistikkosten und einer geringeren Nachfrage in Ostasien geführt. Hier würde sich die Situation aber inzwischen stetig verbessern.

Erhebliche Auswirkungen hat die Krise dennoch auf die Produktion der Electrolux-Gruppe in Italien. In fünf Werken werden hier rund ein Viertel der europäischen Geräte bzw. rund zehn Prozent des weltweiten Volumens gefertigt. Darüber hinaus kauft der Konzern Vorprodukte aus Norditalien, sodass es zu Produktionseinschränkungen und Lieferverzögerungen in der Region kommt. Durch die Verschärfung der Virusverbreitung bereitet sich der Konzern nun darauf vor, die Fertigung in Italien ab nächster Woche herunterzufahren. Damit reagiert Electrolux zugleich auf den verringerten Bedarf, der sich durch die Ausgangssperren und vorübergehenden Schließungen im Einzelhandel in Italien, Frankreich und Spanien abzeichnet und will weitere Produktionsanpassungen kontinuierlich prüfen.

„Die Welt steht vor einer beispiellosen gesundheitlichen Herausforderung, bei der Unternehmen, Behörden und Privatpersonen dazu beitragen müssen, die Auswirkungen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus auf die Gesellschaft zu verringern. Wir verstärken unsere Bemühungen, mehr Mitarbeiter zur Heimarbeit zu ermutigen, und organisieren die Art und Weise, wie wir in stark betroffenen Bereichen arbeiten, neu, um die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten“, sagte Jonas Samuelson, Präsident und CEO von Electrolux.

Der am 7. Mai veröffentlichte Zwischenbericht zum ersten Quartal werde einen aktualisierten Geschäfts- und Marktausblick für das Gesamtjahr 2020 enthalten. Auch für den Bereich Electrolux Professional, der in diesem Monat als eigenständiges Unternehmen an der Börse Stockholm notiert werden soll, werden erhebliche finanzielle Auswirkungen erwartet.

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