AMK

Erfolgsstabilität auf Rekordniveau

Einen erneuten Umsatz über 11 Mrd. Euro im Jahr 2018 und damit das drittbeste Jahr der Geschichte konnte AMK-Geschäftsführer Volker Irle heute auf der Wirtschaftspressekonferenz in Köln bekanntgeben. Als Gründe führte er die Nachfrage nach Küchen „Made in Germany“ auf Rekordniveau, die Investitionsbereitschaft in Geräte mit neuesten Features und die leistungsstarke Küchenindustrie an.

2018 konnten in Deutschland 5,5 Prozent mehr Wohnungen fertiggestellt werden als im Rekordjahr 2017 und neben diesen 330.000 Einheiten sorgen viele Modernisierungen für Nachfrage. Die Lieferzeiten, 2017 durch den Alno-Wegfall zeitweise stark gestiegen, haben sich normalisiert. Anfang des Jahres 2019 gab es sogar vereinzelt Kurzarbeit, doch seit März, April sei das vorbei und die Firmen wieder voll ausgelastet.

Zum vierten Mal in Folge wurde die 11 Mrd. Euro-Grenze überschritten. Hochgerechnet auf den Gesamtumsatz hat die deutsche Küchenindustrie im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von 11,43 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,57 Mrd. Euro) erzielt. Und auch für 2019 sind die Erwartungen positiv, denn in ganz Europa sind die Arbeitslosenquoten und das Zinsniveau niedrig.

Das Inlandsgeschäft fällt 2018 mit 6,43 Mrd. Euro (- 1,71 %) etwas geringer aus als 2017. Trotzdem ist es das drittstärkste Jahr überhaupt. Angesichts der Herausforderungen durch den Alno-Wegfall und den Hitzesommer wertete Irle es als Erfolg.

Rund 90 Prozent der Neubauten werden bereits mit offenen Küchen geplant. „Die Küche ist in die Wohnfläche hineingewandert“, so Irle. Das erfordere „leise“ Geräte und Möbel, die nicht nach Küche aussehen. In kleineren Citywohnungen seien neue Kombigeräte und intelligente Ordnungssysteme gefragt.

Mit 5 Mrd. Euro fällt der Export 2018 gegenüber 2017 um 0,58 Prozent nur geringfügig niedriger aus. Frankreich ist mit einem Umsatz von 514 Mio. Euro (+9,3 %) weiterhin Hauptabnehmer deutscher Küchen, gefolgt von den Niederlanden mit 288 Mio. Euro (+2,7 %). Trotz des schwebenden Brexit-Verfahrens verkauften deutsche Hersteller Küchen im Wert von 142 Mio. Euro (-0,2 %) nach Großbritannien. Wichtigster Markt außerhalb Europas bleibt China, gefolgt von den USA.

Positiv beurteile auch Martina Sedlmaier, Senior Director Market Insights, Client Solutions NCE, der GfK Nürnberg, die Konsumaussichten. Die überraschendste Zahl: Kochflächen mit integriertem Abzug legten in Deutschland beim Umsatz 2018 im Vergleich zu 2017 um 21 Prozent zu. In den Niederlanden waren es sogar 71 Prozent Zuwachs und in Österreich 63 Prozent.

Mehr zur AMK-Wirtschaftspressekonferenz lesen Sie in der Juni-Ausgabe der „möbel kultur“.

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