Kettler

Endgültiges Aus

In einer Betriebsversammlung heute Morgen wurde den Mitarbeitern von Kettler mitgeteilt, dass es nicht mehr weitergeht. An allen drei Standorten soll ausproduziert werden, um bestehende Warenkapazitäten und Kundenaufträge abzuarbeiten. Das könne sich noch ein paar Monate hinziehen, heißt es im „Soester Anzeiger“.

Sobald ein Sozialplan mit dem Betriebsrat vereinbart sei, werden die Kündigungen für den Rest der über Jahre geschrumpften Belegschaft ausgesprochen. Wenn das wie geplant noch im Oktober gelingt, wird den Mitarbeitern zum 31. Januar 2020 endgültig gekündigt. 500 Beschäftigte verlieren ihren Job.Das Insolvenzverfahren soll noch in dieser Woche eröffnet werden.

Die Markenrechte liegen bei der Kettler Holding, die anders als die "Kettler Freizeit" und "Kettler Plastics" keine Insolvenz angemeldet hatte. Die beiden Unternehmen mussten am 31. Juli zum Amtsgericht Arnsberg – zum dritten Mal in der Firmengeschichte. Erst im Juli 2018 war das zweite Verfahren angelaufen und im Dezember konnte die Lafayette Mittelstand Capital als neue Gesellschafterin gewonnen werden.

Kettler hatte noch zur "spoga+gafa" ausgestellt und zeigte sich dort noch voller Hoffnung, dass es eine Fortführung des Unternehmens geben könnte.

Diese Seite teilen